Engagiertes Land

DSEE-Programm für Engagement-Netzwerke in strukturschwachen ländlichen Räumen

So vielfältig wie bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt selbst sind auch die Organisationen, in denen sich Menschen engagieren, und die Strukturen vor Ort, welche bürgerschaftliches Engagement, Ehrenamt und Beteiligung unterstützen. Was alle gemeinsam haben: Wo die verschiedenen Vereine und Initiativen mit Politik, Verwaltung und Wirtschaft in Netzwerken zusammenarbeiten, entstehen gemeinsame Ideen und werden Kräfte für deren Umsetzung gebündelt. In strukturschwachen Regionen ist das besonders wichtig.

Hier setzt das Programm „Engagiertes Land“ an. Mit dem Netzwerk-Programm werden lokale Zusammenschlüsse unterstützt, die sich gemeinsam auf den Weg machen, die Engagement- und Ehrenamtslandschaft vor Ort weiterzuentwickeln.

In einem ersten Schritt wird 2021 und 2022 gemeinsam mit den teilnehmenden Netzwerken sowie den Programm-Partnern Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) und dem Thünen-Institut für Regionalentwicklung e.V. das mehrjährige Programm „Engagiertes Land“ in einer Pilotphase entwickelt.

20 Netzwerke aus 10 Bundesländern für Pilotphase ausgewählt

Interessierte Engagement-Netzwerke und Organisationen, die gemeinsam ein Netzwerk gründen möchten, hatten bis 25. Juli 2021 die Möglichkeit, sich für das Programm zu bewerben. Eine Auswahlkommission wählte daraufhin 20 Netzwerke aus.

Zum Auftakt der Pilotphase trafen sich die 20 Initiativen in einem virtuellen Dorf zum Kennenlernen – eine erste Gelegenheit, Erfahrungen und Wissen auszutauschen. Im Rahmen der Pilotphase werden sie bis Ende 2022 an den eigenen Projekten sowie an der Weiterentwicklung der Netzwerke arbeiten.

Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über die teilnehmenden Netzwerke:

Podiumsdiskussion des BobenOp e.V. unter freiem HimmelDer BobenOp e.V. und die Bürgerhilfe im Amt Hürup möchten gemeinsam das Miteinander in Hürup stärken. Sie setzen dazu auf gemeinschafts- und gemeinwohlorientierte Aktionen im Bereich Klimaschutz- und Energiewende, niederschwellige Hilfeleistungen im Rahmen der Nachbarschaftshilfe und den Betrieb eines SecondHand-Ladens. Dabei arbeiten die beiden Vereine mit unterschiedlichen Schwerpunkten aber am selben Ziel: mehr Lebensqualität und Nachhaltigkeit für die Region.

Im Rahmen des Programmes Engagiertes Land soll die erfolgreiche Zusammenarbeit ausgebaut und Dorfwerkstatt-Cafe erweitert werden. Gabenorientiert und in wertschätzender Atmosphäre sollen dort alle Bürger:innen persönliche Stärken einbringen und neue Fähigkeiten erlernen können. Mit Sonderaktionen wie zum Beispiel einem „Dankfest“ wollen die Projektpartner Erfolge innerhalb der Initiativen feiern und gleichzeitig die beteiligten Ehrenamtlichen würdigen. Zudem sollen die Feste dabei helfen, die Engagierten noch mehr miteinander zu vernetzen und neue Engagierte zu begeistern.

Kontakt:
Boben op Klima- und Energiewende e.V.

Ansprechpartner: Immo Veress
Telefon: 04634 9310841
E-Mail: veress@gt-services.de

Ansprechpartnerin Kerstin Mohr
Mobil: 0172 6271396
E-Mail: tinyhuus@bobenop.de

Homepage: www.bobenop.de

TEilnehmer des Graffiti-Projekts vor einer besprühten WandSeit drei Jahren bringen das „Bündnis für Demokratie und Zivilcourage“ und die Stadt Gröditz die Vorsitzenden der 36 Gröditzer Vereine, die Verantwortlichen der örtlichen Kinder- und Jugendeinrichtungen und Vertreter:innen der Schulen an einem Runder Tisch zusammen. Im Rahmen des Formats kommen die Teilnehmer:innen ins Gespräch, tauschen sich zu aktuellen Problemen aus und diskutieren mögliche Lösungen. Außerdem planen und organisieren sie gemeinsam kulturelle Höhepunkte der Stadt, zum Beispiel den Kindertag im Freizeitpark. Parallel zum Vereinsnetzwerk engagieren sich die Projektpartner in Gröditz und der Region für eine freie, demokratische, offene, aktive und couragierte Gesellschaft ohne Extremismus.

Unterstützt durch das Programm Engagiertes Land soll künftig eine Koordinierungsstelle dabei helfen, das Netzwerk weiter auszubauen und konkrete Vorhaben zu realisieren. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Sicherung und Weiterentwicklung des Vereinslebens und der Vereinsvielfalt in Gröditz.

Kontakt:
Bündnis für Demokratie und Zivilcourage e.V.

Ansprechpartner: Norbert Ehme
E-Mail: norbertehme@googlemail.com – Mobil 0172 7689 984

Ansprechpartner: Thomas Arndt
E-Mail: thomasarndtdd@web.de
Mobil: 0174 2748127

oder
E-Mail: bdz@groeditz.de

„Wie können wir die ehrenamtliche Arbeit in Osterwald in Zukunft nachhaltig und generationsübergreifend weiterführen?“ Diese Frage möchten der Dorfverein Bergort Osterwald, der Motor-Club Osterwald und der Schützenverein Osterwald mit Unterstützung des Programms Engagiertes Land klären.

Eine zentrale Herausforderung wird es dabei sein, junge Menschen für ein Engagement im Ort zu gewinnen. Außerdem haben sich die Projektpartner vorgenommen, möglichst viele Neubürger:innen für eine aktive Teilnahme am öffentlichen Leben zu begeistern und die Bewohner:innen des Emil-Isermeyer-Hauses, einem Heim für Menschen mit Handicap, noch besser in das dörfliche Leben und die Aktivitäten der verschiedenen Vereine zu integrieren.

Im Rahmen einer großen Auftaktveranstaltung wollen die beteiligten Vereine und Organisationen über das Thema „Osterwald – Engagement und Ehrenamt 2030″ diskutieren. Dabei sollen u.a. erste Ideen entstehen, wie das bald leerstehende Feuerwehrgerätehaus bestmöglich genutzt werden kann.

Kontakt:
Dorfverein Bergort Osterwald e.V.

Ansprechpartner: Torsten Hofer
Telefon: 05153-803628,
Mobil: 01514-1464306
E-Mail: torstenhofer77@googlemail.com

Teilnehmerin des Litereaturfestes am MikrofonDas Engagement-Netzwerk „Mitdenker*innen“ setzt sich für die frühzeitige Partizipation und Teilhabe bürgerschaftlich Engagierter an neuen, strukturellen und sozialen Entwicklungen in der Gemeinde Wandlitz ein. Projektpartner sind das Innovationsteam der katholischen Kirchengemeinde St. Konrad, die Ehrenamtsagentur Wandlitz und der Runde Tisch „Willkommen“, eine Initiative für Menschen mit Fluchthintergrund.

In den vergangenen Jahren sind entlang des Wandlitzsees ganze Wohngebiete neu entstanden, was zu erheblichem Transformationsdruck auf die ländlich geprägte Infrastruktur und das Versorgungssystem geführt hat. Das Netzwerk „Mitdenker*innen“ hilft, die damit einhergehenden strukturellen und sozialen Bedarfe zu erkennen, Lösungen zu entwickeln und das generationenverbindende Miteinander in den neu entstehenden Nachbarschaften zu stärken. Dazu vernetzen die Engagierten die ortsprägenden institutionellen Akteur:innen und Formate, um allen Bürger:innen ein Mitdenken bei Fragen der Ortsentwicklung ermöglichen.

Kontakt:
Ehrenamtsagentur Wandlitz e.V.

Ansprechpartnerin: Kerstin Lietz
Mobil: +49 172 605 8361 (erreichbar Montag- Freitag von 8 bis 20 Uhr)
E-Mail: k.lietz@ehrenamt-wandlitz.de

Homepage: www.ehrenamt-wandlitz.de

Zahlreiche Gäste eines WeinfestesDas Dorfnetzwerk Ehra-Lessien will in Zukunft zeigen, wie Dorfgemeinschaft gestaltet, gelebt und gepflegt werden kann. Es möchte Vereine und Institutionen, Alt und Jung, Altansässige und Neubürger:innen zusammenbringen und als Koordinationsstelle für Infoveranstaltungen wie „Dorfgespräche“ und „Dorfwerkstätten“ fungieren.

Um diesen Zielen noch besser gerecht werden zu können, beteiligen sich der Verein „Ein Dorf – ein Team“, die evangelische Kirchengemeinde, der SoVD Landesverband Niedersachsen und der Turn- und Sportverein Ehra-Lessien am Programm Engagiertes Land. Mit Unterstützung der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt planen sie bis Ende 2022 eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen.

Kontakt:
Förderverein Ehra-Lessien, ein Dorf – ein Team e.V.

Ansprechpartnerin: Jenny Reissig
Mobil: 0171 6867858
E-Mail: info@mosaikehralessien.de

Homepage: www.mosaikehralessien.de
Facebookseite: Dorftreff Mosaik

Blick auf den Marktplatz von Bad Sulza beim WeinfestAls Landgemeinde mit 18 Dörfern kämpft Bad Sulza mit Zerstreutheit und Strukturarmut. Die zahlreichen Ehrenamtlichen, die sich in den einzelnen Orten auf vielfältige Art engagieren, sind bisher kaum miteinander vernetzt. Dazu kommt, dass durch eine Gemeindefusion Anfang 2020 zwei Gebietskörperschaften zusammengeschlossen wurden, deren Ehrenamtsstrukturen nun erst zueinander finden müssen.

Der Heimatverein Gebstedt, der Thüringer Weinbauverein Bad Sulza und die Stadt Bad Sulza wollen diese Herausforderung im Rahmen des Programmes Engagiertes Land gemeinsam angehen. Bis Ende 2022 wollen sie alle ehrenamtlichen Initiativen der Landgemeinde erfasst, zusammengeführt und miteinander bekannt gemacht haben. 70 bis 80 Prozent der Engagierten in der Region sollen bis dahin Teil des Projekts Engagierte Landgemeinde Bad Sulza werden.

Außerdem geplant: ortsübergreifende Projekte, die die Breite des ehrenamtlichen Engagements sichtbar machen und so dabei helfen, die Bedeutung des Ehrenamtes hervorzuheben.

Kontakt:
Heimatverein Gebstedt e.V.

Ansprechpartner: Heinz-Jürgen Kronberg
E-Mail: kronberg@heimatverein-gebstedt.de
Mobil: 0152 01961916

Homepage: www.heimatverein-gebstedt.de

Gruppenfoto von engagierten MenschenDer Ortsteil Ermlitz liegt am Rande der Gemeinde Schkopau, vor der sächsischen Landesgrenze. Zu DDR-Zeiten war der Ort als Braunkohleabbaurevier vorgesehen. Seit 15 Jahren wächst die Bevölkerung, viele Pendler:innen sind zugezogen. Die traditionellen Vereine wie der Feuerwehrverein, der Männer- und Frauenchor und der Sportverein, arbeiten gut zusammen, erreichen aber die Neubürger:innen noch nicht. Insgesamt fehlt es bisher am Kontakt zwischen den Menschen, die schon lange in Ermlitz leben und denen, die neu dazugekommen sind. Auch deshalb sehen die Neubürger:innen den Ort bisher oft noch nicht als ihre Heimat.

Im Herzen des Ortes schaffen die „Gesellschaft zur Förderung von Demokratie und Zusammenhalt durch Bildung, Begegnung und Kultur“ und der Tangoclub „Argentino Ermlitz“ nun eine Begegnungsstätte für alle Menschen des Ortes. Unterstützt von der Gemeinde Schkopau, die das Gebäude zur Verfügung gestellt hat, und den Vereinen des Ortes sollen hier u.a. ein kleines – vorrangig digitales – Heimatmuseum, ein Begegnungsraum und eine Bibliothek entstehen.

Kontakt:
Gesellschaft zur Förderung von Demokratie und Zusammenhalt durch Bildung, Begegnung und Kultur

Ansprechpartner: Dirk Schmeling
E-Mail: dirk.schmeling24@gmail.com
Mobil: 0163 -3124608

Kinder und eine Frau auf einem AusflugDie Corona-Pandemie hat die Zusammenarbeit des 2018 gegründeten Engagement-Netzwerks Ballenstedt schwer belastet. Persönliche Vernetzungstreffen mussten abgesagt werden und die digitalen Alternativen konnten sich bei den Engagierten nicht durchsetzen. Die Konsequenz: viele Herausforderungen blieben ungelöst und begonnene Projekte konnten nicht wie geplant realisiert werden.

Der heimatBEWEGEN e.V., die Vereine und Akteure des Vereinsstammtischs der Stadt Ballenstedt und die Vertreter:innen der Gut Ziegenberg GmbH möchten nun mit Hilfe des Programms Engagiertes Land wieder neuen Schwung in die Kooperation bringen. Eine wichtige Rolle spielen dabei der Aufbau von Jugendbeteiligungsstrukturen sowie die weitere Vernetzung im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit.

Umfassendes und professionelles Projektmanagement soll dabei helfen, die durch die Corona-Krise verursachten Verzögerungen schnell wieder aufzuholen und erste Fortschritte zu verstetigen.

Kontakt:
heimatBEWEGEN e.V.

Ansprechpartnerin: Nicole Müller
Mobil: 0160 977 30363
E-Mail: nicole.mueller@heimatBEWEGEN.de

Homepage: www.heimatBEWEGEN.de

Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zur DORV HS durch VHS Detmold-Lemgo AöR und Heimatverein Bavenhausen auf einem FeldLebendiges Dorfleben entsteht, wenn unterschiedliche Gruppen zusammenkommen, sich austauschen und etwas miteinander vorhaben. Dem Heimatverein Bavenhausen ist deshalb die Vernetzung verschiedener Menschen ganz besonders wichtig. Ein Herzensprojekt: die „DorV HS“. Hier treffen sich seit 2018 Teilnehmende jeden Alters, unterschiedlicher Herkunft, mit und ohne Handicap, um miteinander und voneinander zu lernen. Möglich gemacht hat es eine Kooperationsvereinbarung mit der VHS Detmold-Lemgo. Inzwischen schätzen besonders ältere Nachbarn die kurzen Wege und die vielen kostenlosen Angebote. Die Leitung der Kurse übernehmen engagierte Dorfbewohner:innen in Eigenregie.

Im Rahmen des Programms Engagiertes Land möchten die Initiator:innen der „DORV HS“ nun eine interdörfliche Kooperation zwischen den Gemeinden Bavenhausen und Erder etablieren und damit den Wissensaustausch zwischen den Dörfern ermöglichen. Das Projekt ist so angelegt, dass durch eine entsprechende Dokumentation in Wort und bewegtem Bild eine „Blaupause“ für andere, ähnlich ländlich geprägte Regionen entsteht.

Kontakt:
Heimatverein Erder e.V.

Ansprechpartnerin Melanie Hecker
Telefon: 05264/654242
E-Mail: hecker-kalletal@web.de

Kinder starten auf einer Rampe in ein Bobbycar-RennenDas Engagement-Netzwerk Knetzgau besteht aus drei sehr unterschiedlichen Partnern: der Siedlervereinigung Knetzgau, dem Bündnis für Familie und Senioren und dem Bürgerverein Knetzgau. Während ein Schwerpunkt der Siedlervereinigung auf regelmäßigen Treffen und der Organisation von Veranstaltungen für die ganze Dorfgemeinschaft liegt, ist der Bürgerverein ein Zusammenschluss der 13 größten Vereine in Knetzgau, dem jederzeit weitere Vereine beitreten können. Das Bündnis für Familien und Senioren ermöglicht es Privatpersonen, Vereinen, Initiativen, Kirchen, Verbände, Firmen und Unternehmen, ihre Gemeinde auf ehrenamtlicher Basis mitzugestalten.

Seit 2011 ist dadurch vieles entstanden, u.a. Dorfgemeinschaftstreffs, Computerkurse, Mitfahrbänke und eine Babysitterbörse. Das Netzwerk – da sind sich die Partner einig – profitiert von seiner Diversität. Im Rahmen des Programms Engagiertes Land soll diese Stärke in den kommenden Monaten noch weiter ausgebaut werden.

Kontakt:
Siedlervereinigung Knetzgau e. V.

Ansprechpartner: Thomas Zettelmeier
Telefon: 09527-7925
E-Mail: zettelmeier@knetzgau.de

Homepage: www.buendnis-knetzgau.de

In vielen Orten der Region Prenzlau finden Seniorennachmittage, Mutter-Kind-Treffen und Jugendtreffs statt. Die meisten von ihnen werden durch getrennt voneinander arbeitende Engagierte, Vereinen und Initiativen organisiert. Das Programm Engagiertes Land unterstützt den Verein „Ländliche Arbeitsförderung Prenzlau“, die Ehrenamtsinitiative „MitUnsMobil in Uckerland“ und die Gemeinde Uckerland dabei, das vielfältige Engagement in Zukunft zu bündeln und so noch mehr Wirkung zu erzielen. Bis Ende 2022 soll dazu das etablierte Netzwerk „Lebendiges Uckerland“ gestärkt und erweitert werden.

Die Initiator:innen haben sich vorgenommen, sowohl die einzelnen Aktivitäten zu unterstützen, als auch die notwendigen Verbindungen zwischen den Engagierten, der Region, der Politik und der Verwaltung zu schaffen. Im Zentrum sollen dabei die enge Zusammenarbeit aller Akteur:innen, bei bestehender Eigenständigkeit der Einzelnen, die gemeinsame Planung und Abstimmung der Inhalte, Aktionen und Projekte sowie deren Umsetzung stehen.

Kontakt:
Ländliche Arbeitsförderung Prenzlau e.V.

Ansprechpartner: Thomas Holbe
Telefon: 03984 8359290
Mobil: 0172 9090950
E-Mail: holbe@laf-prenzlau.de

In den vergangenen Jahren haben die Vereine „Landkombinat“, „Natürlich Lernen am Tollensetal“ und „Freunde Fritz Greve“ damit begonnen, ein Netzwerk in der Region Demminer Land aufzubauen. Die Netzwerkpartner sind kulturelle Lernorte, die sich mit den Zukunftsfragen einer nachhaltigen Entwicklung und Demokratiebildung beschäftigen. Durch ihre ganzheitliche Bildungsarbeit tragen sie zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen und zur Schaffung gleichwertiger Bildungschancen im ländlichen Raum bei. Die Bildungslandschaft in der Region Demminer Land profitiert von der Vernetzung der Lernorte und der dort tätigen Akteur:innen mit kommunalen Partnern und institutionellen Einrichtungen wie z.B. Schulen und Kitas.

Im Rahmen des Programms Engagiertes Land möchten die Projektpartner das Netzwerk deshalb weiter etablieren und ausbauen. Im Fokus sollen dabei auch künftig persönlicher Austausch, kollegiale Beratung, gemeinsame Fortbildungen, regionale Fachveranstaltungen und gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit stehen.

Kontakt:
Landkombinat

Ansprechpartnerin: Wibke Seifarth
Mobil. 017670529890
E-Mail: netzwerk@landkombinat.org

Etwa 70 Prozent der Einwohner:innen von Brokstedt sind älter als 50 Jahre. Das wirkt sich auch auf die 16 Vereine und neun weiteren gemeinnützigen Organisationen der Gemeinde aus. Viele von ihnen tun sich schwer damit, junge Menschen und Familien mit kleinen Kindern für ein Ehrenamt zu begeistern. Dabei tragen gerade die ehrenamtlich Engagierten viel zu einem lebendigen Miteinander in Brokstedt und damit zu einer liebens- und lebenswerten Gemeinde bei.

Der Verein Miteinander Leben, der TSV Brokstedt, die Pfadfinder, die Freiwillige Feuerwehr, Singfonie, Sportangelverein und viele weitere Vereine und Organisationen und die Gemeinde Brokstedt wollen im Rahmen des Programmes Engagiertes Land als starkes Team das Wir-Gefühl in der Gemeinde stärken und gemeinsam eine attraktive Zukunftsvision entwickeln. Ein gut funktionierendes Netzwerk soll möglichst viele Menschen inspirieren und dazu beitragen, neue Freiwillige fürs Ehrenamt zu begeistern.

Mittelfristiges Ziel ist es, die ehrenamtliche Vorstandsarbeit auf mehr Schultern zu verteilen. Durch den Einsatz moderner, digitaler Technologien wollen die Projektpartner auch die junge Generation abholen.

Kontakt:
Miteinander Leben e.V.

Ansprechpartnerin Jeska Claußen-Danielsen
Mobil: 0173 9336621
E-Mail: vereinskuemmerin.brokstedt@outlook.de

Ansprechpartner Bernd Ostendorff
E-Mail: ostendorff@mile-brokstedt.de

Homepage: Miteinander Leben e.V.

Mann mit Werkzeug zwinkert in die KameraFünf Vereine mit über 400 Mitgliedern tragen das Engagement Netzwerk der beiden Ortslagen Nieder-Werbe und Scheid. Unterstützt werden sie vom Ortsbeirat Nieder-Werbe / Scheid, der Stadt Waldeck und durch den Fachdienst für Dorf und Regionalentwicklung des Landkreises Waldeck Frankenberg. Das gemeinsame Ziel der Projektpartner: das Vereinsleben und das ehrenamtliche Engagement in der Region zu stärken und so dafür zu sorgen, dass Nieder-Werbe und Scheid noch enger zusammenwachsen.

Im Rahmen des Programmes Engagiertes Land möchten sie Menschen innerhalb und außerhalb der Vereinsstrukturen motivieren, sich ehrenamtlich und kommunalpolitisch zu engagieren, junge Menschen für die Arbeit im Verein und Kommune begeistern und die Zusammenarbeit der einzelnen Vereine weiter ausbauen. Darüber hinaus haben sich die Projektpartner vorgenommen, die eigene Kommunikation und Nutzung der verschiedenen Medien zu professionalisieren.

Kontakt:
Förderverein Nieder-Werbe / Scheid e.V.
Ansprechpartner Markus Schaller
Tel: +49 (0) 5634 865
E-Mail: markus.schaller@foerderverein-nws.de

Homepage: www.foerderverein-nws.de

Band beim Ostritzer FriedensfestDie ehrenamtlich getragenen Initiativen Ostritzer Friedensfest, Mewabad Ostritz, Ostritzer Lichterweg, Meowa e.V. und der Verein Family Games sind weit über die Grenzen ihrer Region hinaus bekannt – darauf sind die Initiatoren stolz.

Im Rahmen des Programmes Engagiertes Land möchten der Vereinshaus Ostritz e.V., die katholische Kirchgemeinde Ostritz und der Me-O-wa e.V. nun auf diesem Erfolg aufbauen, weiter voneinander lernen und sich noch stärker als bislang miteinander vernetzen. Gemeinsame Netzwerktreffen sollen künftig dabei helfen, sich noch mehr austauschen, zu unterstützen und gemeinsame Aktionen umzusetzen. Zudem sollen durch die engere Vernetzung der Initiativen weitere Menschen für ein freiwilliges Engagement gewonnen werden. Geplant sind u.a. ein regelmäßiger Vereinsstammtisch, offene Treffs, gemeinsame Feste, Bürger-Dialogformate und zahlreiche weitere Veranstaltungen in der Region. Dabei möchten die Beteiligten auch jüngere Menschen qualifizieren und sie dazu motivieren, sich künftig ehrenamtlich zu engagieren.

Kontakt:
Vereinshaus Ostritz e.V.

Ansprechpartnerin Simone Hickmann
Teleflon: 035823/86229 (montags 8.00 Uhr -13.00 Uhr und mittwochs 8.00 Uhr – bis 14.00 Uhr)
Mobil: 01746212659
E-Mail: vereinshaus@t-online.de

Homepage: www.vereinshaus-ostritz.de

Seit 2017 kümmert sich die Freiwilligenagentur pack ma‘s um das bürgerschaftliche Engagement im Markt Arnstorf. Das Hauptaugenmerk liegt dabei neben der Gewinnung von neuen Freiwilligen auf der Förderung der Vereine vor Ort. Dazu bietet pack ma’s Beratung, Coaching und Schulungen für Vereine an und ist stark in die Engagementvermittlung eingebunden.

Um möglichst fachkundig weiterhelfen zu können, hat die Freiwilligenagentur ein Expertennetzwerk gegründet, das ehrenamtlich für alle Fragen von Vereinsvorständen zur Verfügung steht. Sie arbeitet außerdem eng mit anderen Aktiven des bürgerschaftlichen Engagements zusammen und hat einen „Runden Tisch des Bürgerschaftlichen Engagements“ gegründet, an dem alle relevanten Initiativen und Einrichtungen des Landkreises vertreten sind.

Im Rahmen des Programmes Engagiertes Land will pack ma’s das bestehende Netzwerk weiter ausbauen, neue Ideen und Formate zur Bürgerbeteiligung entwickeln und verstärkt auf digitale Möglichkeiten zur Förderung des Ehrenamts setzen.

Kontakt:
Hans Lindner Stiftung

Ansprechpartner Sonja Geigenberger
pack ma´s Freiwilligenagentur Rottal-Inn
Telefon: 08723/20-25 22
Mobil: 0151/70 34 48 28
E-Mail: info@pack-mas.bayern

Homepage: pack´mas: Engagiertes Land

Gruppenfoto von Jugendlichen mit hochgerissenen ArmenDen Power On e.V., den Verein Gutshaus Belitz und die InitiativeLandlichter verbindet das gemeinsame Interesse, die Gemeinde Prebberede und die Region resilient und vielfältig zu gestalten. Darüber hinaus möchten die Projektpartner es jungen Menschen leichter machen, in der ländlichen Region Fuß zu fassen, sich zu engagieren und ihre Heimat selbstwirksam mitzugestalten.

Power On veranstaltet dazu Kindercamps, internationale Jugendaustausche, Demokratieförderprojekte und vieles mehr. Das Gutshaus Belitz verbindet seinen Gästebetrieb mit Coachings und Seminaren. Ziel der Initiative Landlichter ist es, mit jungen Menschen ins Gespräch über Politik zu kommen. Dazu fahren sie von Dorf zu Dorf, organisieren lokale Events oder kommen ganz einfach am Gartenzaun ins Gespräch. Engagiertes Land soll den drei Projektpartnern dabei helfen, sich noch enger miteinander zu vernetzen, sich über Visionen und Herausforderungen auszutauschen und gemeinsam Herzensthemen voranzubringen.

Kontakt:
Power On e.V.

Ansprechpartner Eric Klausch
Mobil: +49 176 92645427
E-Mail: Leitung@PowerOn-org.com
Homepage: www.Poweron-org.com
Facebook.com/PowerOn.ngo
Instagram.com/PowerOn_org
Youtube.com/c/Poweron-org

Eine Besonderheit des weit verzweigten Engagement-Netzwerks in der Region Hoher Fläming ist die kleinteilige Vielfalt der Akteure und Initiativen. Engagierte Menschen gestalten die Region gemeinsam in eingetragenen und nicht eingetragenen Vereinen, informellen Gruppen und Genossenschaften. Wiederkehrende Gelegenheiten und Räume für Begegnung ermöglichen Kommunikation und Austausch.

Sie tragen dazu bei, dass sich Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund und vielfältigen Interessen treffen und miteinander ins Gespräch kommen. Mit Unterstützung des Programms Engagiertes Land wollen der Verein „Soziale Arbeit Mittelmark“, die Gemeinde Wiesenburg und Studio Wiesenburg GmbH das vorhandene Netzwerk weiter ausbauen und stärken.

Kontakt:
Soziale Arbeit Mittelmark e.V.

Ansprechpartnerin: Dorothee Bornath
Mobil: 0177 5417216
E-Mail: mail@bornath.de

Ehrenamtliches Engagement prägt den Ort Bleicherode: Seit vielen Jahren engagieren sich dort über 100 Vereine und Organisationen in unterschiedlichen Bereichen und für vielfältige Zielgruppen. Schon jetzt arbeiten sie bei Karnevals- und Sportveranstaltungen, Gesundheitstagen, Stadtfesten und vielem mehr Hand in Hand.

Um künftig noch mehr Menschen zu erreichen, sollen diese vereins- und organisationsübergreifenden Kooperationen nun im Rahmen des Bleicheroder Engagierten Netzwerks ausgebaut werden. Der Verein SüdharzErLeben, das Spektrum des Wissens und der Kommunale Seniorenbeirat der Stadt Bleicherode kooperieren dafür im Rahmen des Programmes Engagiertes Land. Das Ziel: das nötige Knowhow und die Ressourcen zur Planung und Bündelung der vielfältigen Aktivitäten schaffen, die Zusammenarbeit weiter verbessern und Bleicherode so noch lebenswerter machen. Geplant sind u.a. Netzwerktreffen sowie Kommunikations- und Teambuilding-Workshops, der Ausbau der Öffentlichkeitsarbeit sowie die Einrichtung eines Netzwerks zur Lokalgeschichte.

Kontakt:
Südharz ErLeben e.V.

Ansprechpartner René Fiedler
Telefon: 036338 322 33
E-Mail: info@gesundes-lernen.de

Kinder und ältere Menschen mkischen gemeinsam FarbenDer Waldhäusl e.V. – ein Verein der Kinder- und Jugendhilfe –, der Leinweber e.V. – ein Kunst- und Kultur-Verein – und die Gemeindeverwaltung Oderwitz haben ein gemeinsames Ziel: die Experimentier- und Lernwerkstatt Oderwitz soll sich im Ortszentrum der Gemeinde zu einer Anlaufstelle für Alt und Jung entwickeln, einem Ort an dem die Generationen in wertschätzender Atmosphäre zusammenkommen.

Dafür arbeiten die Projektpartner an einem attraktiven Freizeit- und Ferienangebot, das von Kunst- und Kultur- bis hin zu MINT- und Digitalisierungs-Projekten reicht. Dabei steht grundsätzlich ein generationenübergreifender Lernansatz im Fokus. Während ältere Oderwitzer:innen den Kindern- und Jugendlichen zum Beispiel traditionelle Handwerkstechniken näher bringen sollen, begleiten die Jungen die Senior:innen auf ihrem Weg Richtung Digitalisierung. Eine zentrale Rolle spielen dabei die persönlichen Begegnungen zwischen den Besucher:innen.

Kontakt:
Waldhäusl e.V.

Ansprechpartnerin Frau Julia Glathe
Mobil: 01713866311
E-Mail: info@kiga-waldhaeusl.de,
Homepage: www.lernwerkstatt-oderwitz.de

Was wir machen

20 teilnehmende Engagement-Netzwerke aus 10 Bundesländern erhalten aktuell eine umfangreiche Begleitung und Qualifizierung sowie Vernetzungsangebote für die Netzwerkentwicklung. Ein Umsetzungsbudget ermöglicht die Weiterentwicklung des Netzwerkes und gemeinsame Maßnahmen zur Förderung von bürgerschaftlichem Engagement, Ehrenamt und Beteiligung vor Ort.

Um die Entwicklung der Netzwerke in den teilnehmenden Orten zu unterstützen, werden sie durch eine externe Prozessbegleitung unterstützt. Damit können Entwicklungsprozesse vor Ort durch neutrale Moderation, fachliche Beratung und Prozessberatung professionell gestärkt werden. Die Teilnehmenden erhalten dafür Gutscheine für Beratungstage. Die Koordination und Vermittlung ortsnaher und passgenauer Beratung ist ein Angebot des Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE).

Die durch das Programm „Engagiertes Land“ geförderten Netzwerke werden in diesem Modul vom Landinventur-Team passgenau begleitet. In gemeinsamen Dorfwerkstätten vor Ort wird zuerst gemeinsam kartiert und diese Daten direkt als Grundlage für eine Diskussion genutzt: Was für Dörfer haben wir hier und wo wollen wir mit unserer Idee ansetzen? Was haben wir vor Ort als lokale Ressourcen? Was brauchen wir noch? Dadurch lassen sich konkrete Projekte fundiert vorbereiten und neue Ideen für die Entwicklung des ländlichen Raumes können gezielter umgesetzt werden. Zusätzlich dienen die Dorfwerkstätten der regionalen und überregionalen Vernetzung und dem Wissenstransfer zwischen den Aktiven.

Das Modul wird mit dem digitalen Werkzeug und der Beteiligungsmethodik der LANDINVENTUR unterstützt. Die Landinventur ist als Bürgerwissenschaftsprojekt entstanden, mit dem die Menschen vor Ort ihre Dörfer selbst beschreiben können – nun wird sie im Rahmen der Kooperation mit der DSEE weiterentwickelt, als mobile App zur Verfügung gestellt und deutschlandweit freigeschaltet. So können Engagierte im ländlichen Raum überall in Deutschland von diesem Beteiligungs- und Datenerhebungswerkzeug profitieren und für ihre Prozesse nutzen. Es entsteht eine deutschlandweite Kartierung und ein einzigartiges Wissen über die Vielfalt der Dörfer im 21. Jahrhundert.

So trägt das Modul der Dorfwerkstätten zusammen mit der Landinventur dazu bei, der Öffentlichkeit, Politik und Wissenschaft das Bild eines „engagierten Landes“ zu zeigen.

Mehr auf landinventur.de

Das Programm „Engagiertes Land“ bringt regelmäßig die teilnehmenden Netzwerke aus dem gesamten Bundesgebiet zusammen, um gemeinsames Lernen zu ermöglichen und Ideen auszutauschen. Darüber hinaus können die teilnehmenden Netzwerke von dem breiten, überregionalen Netzwerk der DSEE und ihrer Partner:innen profitieren.

Angeboten wird zudem eine Qualifizierungsreihe zu den Themen Netzwerkarbeit und Kooperation (freiwillige Teilnahme). Dazu gehören beispielsweise rechtliche Grundlagen der Kooperation, Zusammenarbeit mit Unternehmen sowie digitale Tools für Netzwerke.

Geld ist nicht alles. Aber ohne Geld lassen sich die meisten Ideen – und sind sie noch so gut – nur schwer umsetzen. Die beteiligten Initiativen erhalten daher ein Umsetzungsbudget. Die Mittel können für die Weiterentwicklung des Netzwerkes verwendet werden (z.B. Vernetzungsveranstaltung) sowie für Aktivitäten des Netzwerkes zur Förderung von Engagement, Ehrenamt und Beteiligung vor Ort (z.B. gemeinsame Ehrenamtsbörsen, Informationsmedien oder Bürger:innenbefragungen).

Das Umsetzungsbudget beträgt bis zu 20.000 Euro für das Jahr 2021 und – vorbehaltlich der Haushaltsbewilligung – bis zu 20.000 Euro für das Jahr 2022. Die Bewilligung der Zuwendung erfolgt als nicht rückzahlbarer Zuschuss im Wege einer Anteilsfinanzierung. Es muss ein finanzieller Eigenanteil durch die Zuwendungsempfänger:innen in Höhe von mindestens 10 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben erbracht werden.

Bei den Kriterien „ländlich“ und „strukturschwach“ richten wir uns nach der Typologie des Thünen-Instituts für ländliche Räume für „eher ländliche oder sehr ländliche Regionen in sozioökonomisch weniger guter Lage“.

Wie läuft die Bewerbung ab?

Die Bewerbung bzw. Antragstellung erfolgt in mehreren Schritten:

  • 28. Juni - 25. Juli

    Interessenbekundung

    Bewerben Sie sich gemeinsam mit Ihren Partnern

  • 23. August

    Auswahl

    Aufforderung zur Antragstellung.

    23. August

  • 10. September

    Antragstellung

    Nach Aufforderung durch die DSEE reichen Sie Ihren Antrag ein.

  • 1. Oktober 2021

    Programmstart

    Es geht los!

    1. Oktober 2021

Unsere Partner:innen

Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE)

Das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) ist ein Zusammenschluss von Akteur*innen aus Bürgergesellschaft, Staat und Wirtschaft, Wissenschaft und Medien. Es vereint als größtes Engagementnetzwerk in Europa mehr als 280 Mitgliedsorganisationen (Stand 08.2021), die Träger und Förderer von über 31 Millionen engagierten Bürgerinnen und Bürgern in Deutschland sind. Das übergeordnete Ziel des Netzwerks ist die nachhaltige Förderung von Bürgergesellschaft und bürgerschaftlichem Engagement in allen Gesellschafts- und Politikbereichen. Die fachliche und engagementpolitische Arbeit des BBE vollzieht sich in Arbeitsgruppen, Gremien und Projekten. Sie wird gestärkt durch die Expertise von Themenpat*innen und unterstützt durch das Team der Geschäftsstelle des BBE. Das Netzwerk wurde 2002 auf Empfehlung der Enquete-Kommission zur Zukunft des bürgerschaftlichen Engagements des Deutschen Bundestages gegründet.

Thünen InstitutThünen-Institut für Regionalentwicklung

Das Thünen-Institut für Regionalentwicklung wurde 1990 am Wirkungsort Johann Heinrich von Thünen gegründet. Es versteht sich als Forschungsinstitut, das die Ursachen und Folgen tiefgreifender sozialer, wirtschaftlicher, kultureller und ökologischer Transformationsprozesse insbesondere in den ländlichen Räumen untersucht. Das Institut widmet sich den engagierten und kreativen Akteur:innen des Wandels und versucht ihre Intentionen und Wirkungsbedingungen zu verstehen, im gesellschaftlichen Diskurs zu transportieren und die Agent:innen der Transformation zu unterstützen.

Engagierte StadtDas Engagierte Land wurde in Anlehnung an das seit 2015 bestehende Geschwisterprogramm „Engagierte Stadt“ entwickelt. Für Städte und Gemeinden über 10.000 Einwohner*innen bietet das bundesweite Netzwerkprogramm „Engagierte Stadt“ die Möglichkeit, sich untereinander zu vernetzen und voneinander zu lernen. Nähere Infos zur Engagierten Stadt finden sich unter www.engagiertestadt.de

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Hier beantworten wir Ihnen die wichtigsten Fragen zum Programm in aller Kürze.

Das Programm „Engagiertes Land“ zielt darauf ab, den Aufbau und die Weiterentwicklung von sektorübergreifenden Engagement-Netzwerken zu unterstützen, die in strukturschwachen ländlichen Räumen gute Rahmenbedingungen für Engagement, Ehrenamt und Beteiligung schaffen.

In einem ersten Schritt wird 2021 und 2022 das Programm „Engagiertes Land“ gemeinsam mit bis zu 20 Engagement-Netzwerken entwickelt.

Die bis zu 20 teilnehmenden Netzwerke erhalten eine umfangreiche Begleitung und Qualifizierung sowie Vernetzungsangebote für die Netzwerkentwicklung. Ein Umsetzungsbudget ermöglicht die Weiterentwicklung des Netzwerkes und gemeinsame Maßnahmen zur Förderung von bürgerschaftlichem Engagement, Ehrenamt und Beteiligung vor Ort.

Prozessbegleitung
Das Programm „Engagiertes Land“ unterstützt die Entwicklung beziehungsweise den Aufbau des Netzwerks vor Ort durch passgenaue, neutrale Beratung und Moderation durch externe Expert:innen.

Dorf-Werkstätten
Im Rahmen von Dorf-Werkstätten des Thünen-Institut für Regionalentwicklung werden Informationen über den Ort gesammelt und lokale Ressourcen aufgespürt. Aus den Ergebnissen lassen sich konkrete Projekte fundiert vorbereiten, sodass neue Ideen für die Entwicklung des ländlichen Raumes gezielter umgesetzt werden können.

Netzwerk „Engagiertes Land“
Das Programm „Engagiertes Land“ bringt regelmäßig die teilnehmenden Netzwerke aus dem gesamten Bundesgebiet zusammen, um gemeinsames Lernen zu ermöglichen und Ideen auszutauschen. Darüber hinaus können die teilnehmenden Netzwerke von dem breiten, überregionalen Netzwerk der DSEE und ihrer Partner:innen profitieren.

Qualifizierung
Angeboten wird zudem eine Qualifizierungsreihe zu den Themen Netzwerkarbeit und Kooperation (freiwillige Teilnahme); z.B. rechtliche Grundlagen der Kooperation, Zusammenarbeit mit Unternehmen, digitale Tools für Netzwerke.

Finanzielle Förderung/ Umsetzungsbudget
Das Umsetzungsbudget beträgt bis zu 20.000 EUR für das Jahr 2021 und – vorbehaltlich der Haushaltsbewilligung – bis zu 20.000 EUR für das Jahr 2022. Die Bewilligung der Zuwendung erfolgt als nicht rückzahlbarer Zuschuss im Wege einer Anteilsfinanzierung. Es muss ein finanzieller Eigenanteil durch die Zuwendungsempfänger:innen in Höhe von mindestens 10 % der zuwendungsfähigen Ausgaben erbracht werden.

Das Programm richtet sich an (entstehende) Netzwerke in strukturschwachen ländlichen Räumen, die gemeinsam die Rahmenbedingungen für Engagement, Ehrenamt und Beteiligung vor Ort verbessern wollen.
Das “Engagierte Land” lebt von der aktiven Beteiligung der teilnehmenden Engagement-Netzwerke. Wichtig ist daher, dass Sie Interesse an einem Erfahrungs- und Wissensaustausch mit den anderen Teilnehmenden haben und das Programm gemeinsam mit der DSEE entwickeln möchten.
Für Ihre Teilnahme gibt es zudem folgende Voraussetzungen:

  • Das (entstehende) Netzwerk ist in einem Dorf oder einer Kleinstadt im strukturschwachen ländlichen Raum angesiedelt (Regionen, die nach Typologie des Thünen-Instituts für ländliche Räume als „eher und sehr ländliche Räume mit weniger guter sozioökonomischer Lage“ eingestuft sind.
  • Die Gemeinden beziehungsweise Gemeindeteile (z.B. Orts- und Stadtbezirk, Ortschaft und Weiler) haben bis zu 10.000 Einwohner:innen.
  • Die Interessenbekundung wird von mindestens drei Organisationen getragen.
  • Hauptansprechpartner:in und Antragsteller:in muss eine als gemeinnützig anerkannte Organisation (z.B. eingetragener Verein) sein.
  • Die kommunale Verwaltung sollte in das Netzwerk eingebunden sein.

Voraussetzung: Strukturschwache ländliche Räume

Für eine Teilnahme am Engagierten Land können sich nur Engagement-Netzwerke aus Orten mit bis zu 10.000 Einwohner:innen in strukturschwachen ländlichen Räumen bewerben. Bei der Interessensbekundung müssen sie nur Ihre PLZ eingeben und Ihnen wird automatisch angezeigt, ob Sie diese Voraussetzung erfüllen.

Was aber sind strukturschwache ländliche Räume?

Die DSEE richtet sich bei der Definition „strukturschwacher ländlicher Räume“ nach einer Typologie des Thünen-Instituts für ländliche Räume.

Das Thünen-Institut für ländliche Räume hat eine Methodik entwickelt, um ländliche Räume zu typisieren. Dazu werden zwei Dimensionen definiert:

  1. Ländlichkeit

Mit der Dimension „Ländlichkeit“ werden ländliche von nicht-ländlichen Regionen abgegrenzt. Hier wird außerdem unterschieden zwischen eher ländlichen und sehr ländlichen Räumen.

Herangezogen werden hier zum Beispiel die Indikatoren Siedlungsdichte, der Anteil land- und forstwirtschaftlicher Fläche oder die Erreichbarkeit großer Zentren

  1. Soziozioökonomische Lage

Als sozioökonomische Lage ländlicher Räume werden die sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen für die dort lebenden Menschen bezeichnet. Ziel dieser Definition ist es, die ländlichen Regionen in solche mit guter und weniger guter sozioökonomischer Lage auszudifferenzieren. Denn Ländlichkeit muss keineswegs automatisch sozioökonomische Problemlagen einhergehen.

Herangezogen werden hier zum Beispiel die Indikatoren Bruttolöhne und -gehälter, Arbeitslosenquote, Anteil der Schulabgänger ohne Abschluss, Wohnungsleerstand, kommunale Steuerkraft und die Lebenserwartung.

Vier Typen ländlicher Räume

Durch die Kombination beider Dimensionen entstehen vier Typen ländlicher Räume. Die Bevölkerungsanteile der vier ländlichen Raumtypen sind relativ ausgeglichen und liegen zwischen ca. 11 und 16 Prozent.

Am Programm teilnehmen können:

  • Typ sehr ländlich/weniger gute sozioökonomische Lage
  • Typ eher ländlich/weniger gute sozioökonomische Lage

Nicht am Programm teilnehmen können:

  • Typ eher ländlich/gute sozioökonomische Lage
  • Typ sehr ländlich/gute sozioökonomische Lage

Sowie Netzwerke aus nicht-ländlichen Räumen.

Kategorisierung Thünen-Institut

KARTE © Thünen-Institut für Ländliche Räume 2021

Unter dem folgenden Link finden sie den Thünen-Atlas:  https://karten.landatlas.de/app/landatlas/

Ein Liste mit allen PLZ, die gefördert werden können, finden Sie hier.

Weitere Informationen unter: https://www.thuenen.de/lr und https://www.landatlas.de

Eine Auswahlkommission wählte aus den eingereichten Interessenbekundungen bis zu 20 Netzwerke aus, die anschließend in der zweiten Stufe des Verfahrens zur Antragstellung aufgefordert wurden. Die Auswahlkommission bestand aus Vertreter:innen der DSEE, des Thünen-Instituts für Regionalentwicklung e.V. und dem Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE).

Die Interessenbekundungen wurden anhand der folgender Kriterien bewertet:

  • Bedarf und Potenzial, die Engagement- und Ehrenamtslandschaft vor Ort weiterzuentwickeln;
  • Nachvollziehbare und überzeugende Projekt- und Wirkungslogik;
  • Engagement in eher ländlichen oder sehr ländlichen Regionen mit sozioökonomisch weniger guter Lage;
  • Vielfalt innerhalb des Netzwerks, insbesondere die Beteiligung von Zivilgesellschaft, Kommune und Wirtschaft;
  • Offenes Netzwerk, das viele verschiedene Akteure des Ortes einbezieht/einbeziehen möchte.

Zudem werden für die Auswahl eingegangener Interessenbekundungen nachfolgende Kriterien zu Grunde gelegt: 

  • Auswahl von erfahrenen Netzwerken und von Akteuren, die noch ganz am Anfang ihrer Netzwerkarbeit stehen;
  • Teilnehmer:innen aus jedem Bundesland (außer Stadtstaaten).

Netzwerk-Programme wie das „Engagierte Land“ leben von der Zusammenarbeit. Daher müssen die beteiligten Netzwerke sich zu folgenden Punkten verpflichten:

  • Die beteiligten Netzwerke nehmen aktiv an den Modulen des Programms „Engagiertes Land“ teil und wirken an der Weiterentwicklung des Programms mit.
  • Bei den von der DSEE finanziell geförderten Maßnahmen des Netzwerkes tragen sie einen Eigenanteil. Dieser beträgt mindestens 10 Prozent der förderfähigen Ausgaben.
  • Während und nach der Durchführung einer geförderten Maßnahme ist bei Veranstaltungen, Veröffentlichungen oder ähnlichem in geeigneter Weise auf die Förderung des Vorhabens durch die DSEE hinzuweisen.
  • Die beteiligten Netzwerke verpflichten sich zur Teilnahme an Erhebungen der Programmevaluation, um das Programm insgesamt sowie die Aktivitäten vor Ort systematisch weiterzuentwickeln.

Den Antrag auf Förderung stellen nur die Engagement-Netzwerke, die zuvor für eine Teilnahme ausgewählt wurden.

Den Antrag für das Netzwerk muss eine juristische Personen des privaten Rechts stellen (z.B. eingetragener Verein, rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts) stellen, die

  • als gemeinnützig im Sinne der §§ 51 ff. Abgabenordnung (AO) anerkannt sind,
  • auf dem Boden der freiheitlichen demokratischen Grundordnung steht sowie
  • eine den Zielen und Werten des Grundgesetzes förderliche und entsprechende Arbeit gewährleistet.

Diese Organisation ist der Mittelempfänger und stellt den oder die Hauptansprechpartner:in für die DSEE und ihre Partner:innen.

Der Antrag erfolgt erst nach Aufforderung durch die DSEE Ende August. Hierzu erhalten die ausgewählten Antragsteller:innen einen geschützten Zugang zum Antragsformular und weitere Informationen.

Bitte halten Sie folgende Informationen und Unterlagen für Ihren Antrag bereit:

  • Beschreibung der Ziele und Zielgruppen
  • Projekt- und Maßnahmenbeschreibung
  • Zeitplan (mit Meilensteinen) 
  • Kosten- und Finanzierungsplan  
  • aktueller Bescheid der Finanzbehörde über die Steuerbefreiung nach § 5 Absatz 1 Nr. 9 Körperschaftssteuergesetz („Freistellungsbescheid“) 
  • Nachweis der Vertretungsberechtigung („Vereins-“ oder „Handelsregisterauszug“) 

Bei der Antragstellung muss bei der Maßnahmenbeschreibung sowie beim Finanz- und Zeitplan zwischen den beiden Haushaltsjahren 2021 und 2022 unterschieden werden, da die zu bewilligenden Mittel für das Haushaltsjahr 2022 unter Vorbehalt stehen.

Im Rahmen des Programms „Engagiertes Land“ können, soweit sie erforderlich und angemessen sind, folgende Ausgaben als förderfähig anerkannt werden:

  1. Vorhabenbezogene Personalausgaben,
  2. Honorare und Entgelte für die beantragten Maßnahmen und
  3. Sachausgaben für die beantragten Maßnahmen (z.B. Fahrt- und Raumkosten, Aufwendungsersatz, Verpflegungskosten bei Veranstaltungen, Ausgaben für Informationsmedien, kleine Präsente und andere Formen der Anerkennung von bürgerschaftlichem Engagement und Ehrenamt.

Zur Deckung der indirekten Ausgaben (z.B. Porto- und Versandkosten, Büromaterial, anteilige Mietkosten) kann auf Antrag eine Verwaltungskostenpauschale in Höhe von 10 Prozent direkten vorhabenbezogenen Ausgaben gewährt werden.

Weitere Details (auch zu nicht förderfähigen Kosten) entnehmen Sie bitte der Bekanntmachung.

Ansprechpartnerinnen

Sophie Scholz
Referentin Programm Engagiertes Land

03981 4569-689

sophie.scholz@d-s-e-e.de

Steffi Schlick
Koordinatorin Programm Engagiertes Land

03981 4569-690

steffi.schlick@d-s-e-e.de

Dagmar Ammarell
Bürosachbearbeiterin
Abteilung Strukturstärkung

03981 4569-687

dagmar.ammarell@d-s-e-e.de

Partner:innen

Logo des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement
Thünen Institut

Termine und Veranstaltungen

Wichtige Dokumente

Bekanntmachung vom 24. Juni 2021

Rückblick BarCamp Engagiertes Land

Barcamp Engagiertes Land

Engagiertes Land

DSEE-Programm für Engagement-Netzwerke in strukturschwachen ländlichen Räumen

Bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt sind auf dem Land allgegenwärtig. Die Menschen vor Ort engagieren sich in unzähligen Vereinen und Initiativen. Sie gestalten gemeinsam ihre Heimat und machen das Leben auf dem Land noch lebenswerter.
So vielfältig wie bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt selbst sind auch die Organisationen, in denen sich Menschen engagieren, und die Strukturen vor Ort, welche bürgerschaftliches Engagement, Ehrenamt und Beteiligung unterstützen. Was alle gemeinsam haben: Wo die verschiedenen Vereine und Initiativen mit Politik, Verwaltung und Wirtschaft in Netzwerken zusammenarbeiten, entstehen gemeinsame Ideen und werden Kräfte für deren Umsetzung gebündelt. In strukturschwachen Regionen ist das besonders wichtig.

Hier setzt das Programm „Engagiertes Land“ an. Mit dem Netzwerk-Programm werden lokale Zusammenschlüsse unterstützt, die sich gemeinsam auf den Weg machen, die Engagement- und Ehrenamtslandschaft vor Ort weiterzuentwickeln.

In einem ersten Schritt wird 2021 und 2022 gemeinsam mit den teilnehmenden Netzwerken sowie den Programm-Partnern Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) dem Thünen-Institut für Regionalentwicklung e.V. das mehrjährige Programm „Engagiertes Land“ in einer Pilotphase entwickelt.

Was wir machen

Die bis zu 20 teilnehmenden Netzwerke erhalten eine umfangreiche Begleitung und Qualifizierung sowie Vernetzungsangebote für die Netzwerkentwicklung. Ein Umsetzungsbudget ermöglicht die Weiterentwicklung des Netzwerkes und gemeinsame Maßnahmen zur Förderung von bürgerschaftlichem Engagement, Ehrenamt und Beteiligung vor Ort.

Wer kann teilnehmen?

Das Programm richtet sich an (entstehende) Netzwerke in strukturschwachen ländlichen Räumen, die gemeinsam die Rahmenbedingungen für Engagement, Ehrenamt und Beteiligung vor Ort verbessern wollen.

Das „Engagierte Land“ lebt von der aktiven Beteiligung der teilnehmenden Engagement-Netzwerke. Wichtig ist daher, dass Sie Interesse an einem Erfahrungs- und Wissensaustausch mit den anderen Teilnehmen haben und gemeinsam mit uns das Programm entwickeln möchten.

  • Das Netzwerk ist in einem Dorf oder einer Kleinstadt im strukturschwachen ländlichen Raum angesiedelt.
  • Die Gemeinden, beziehungsweise die Gemeindeteile (z.B. Orts- und Stadtbezirk, Ortschaft und Weiler), haben bis zu 10.000 Einwohner:innen.
  • Die Interessensbekundung wird von mindestens drei Organisationen getragen.
    Hauptansprechpartner:in und Antragsteller:in muss eine als gemeinnützig anerkannte Organisation sein.

Die kommunale Verwaltung sollte in das Netzwerk eingebunden sein.