100xDigital

Das DSEE-Programm für den digitalen Wandel in Engagement und Ehrenamt

Der digitale Wandel verändert nicht nur unser Leben in allen Bereichen, sondern auch das Ehrenamt und das bürgerschaftliche Engagement. Viele Tätigkeiten können inzwischen gut digital erledigt werden. Es entstehen neue Formen der Kommunikation, Zusammenarbeit und Beteiligung. Für Organisationen im Ehrenamt stellen sich konkret die Fragen: Wie und welche digitalen Lösungen tragen dazu bei, dass sie besser arbeiten können? Wie kann eine passgenaue und datenschutzkonforme IT-Landschaft eingerichtet werden? Wie können Kanäle der Sozialen Netzwerke authentisch und gewinnbringend bespielt werden? Oder wie kann bereits vorhandenes und neu generiertes Wissen zur Digitalisierung gesichert und genutzt werden?

Genau diesen Fragestellungen und noch vielen weiteren widmet sich das Programm 100xDigital. Mit 100xDigital unterstützt die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt deutschlandweit 100 gemeinnützige Organisationen bei ihrer Weiterentwicklung im digitalen Wandel.

Fördermöglichkeiten für das Jahr 2023 veröffentlichen wir immer aktuell in unserem Newsletter.

100xDigital auf einen Blick

Im Engagement und Ehrenamt stecken Kreativität und Neugier: Gute Voraussetzungen, um auf dem Weg ins Digitale aktiv voranzuschreiten. Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig digitale Kompetenzen sind, um Zukunft zu gestalten und Krisen zu meistern.
Um die Grundvoraussetzungen für digitale Teilhabe weiter zu verbessern, bedarf es nicht nur einer finanziellen Unterstützung, sondern darüber hinaus auch einer fachlichen Begleitung sowie tiefergehende digitale Kompetenzen auf individueller und organisationaler Ebene – dabei unterstützt das Programm der DSEE.

Was wird gefördert?

In den vergangenen zwei Jahren hat die DSEE bereits über 200 gemeinnützige Organisationen dabei unterstützt, die Möglichkeiten der Digitalisierung für sich zu nutzen. Ein besonderer Fokus des Programms liegt hierbei auf einem ganzheitlichen und nachhaltigen Entwicklungsprozess innerhalb der Organisation. Digitalisierung bedeutet nicht nur die Einführung einer neuen Software. Damit sich langfristig funktionierende Strukturen und Prozesse rund um technische Lösungen etablieren, unterstützt 100xDigital alle teilnehmenden Organisationen intensiv bei den einzelnen Schritten auf dem Weg der Digitalisierung. Dazu zählen Fort- und Weiterbildungen, Fachberatungen sowie Unterstützungen bei Bedarfsanalyse und der individuellen Projektplanung sowie der Frage, wie alle Mitglieder der Organisation im Prozess mitgenommen werden können. Außerdem erwartet die Projekte die Aufnahme in die 100xDigital Community und daran angegliederte Vernetzungsformate.

Nachfolgend findet ihr eine kleine Auswahl der geförderten und begleiteten Digitalprojekte:

Daten- und Wissensmanagement

  • Digitalisierung eines Vereinsarchivs
  • Einführung und Verwaltung einer Datenbank

Öffentlichkeitsarbeit

  • (Neu-) Gestaltung einer Vereinswebsite
  • Erstellung von Social Media-Kanälen und Unterstützung bei der Entwicklung einer Kommunikationsstrategie

Professionalisierung der Vereinsarbeit

  • Einführung eines CRM-Systems
  • Etablierung einer datenschutzkonformen IT-Infrastruktur

Community Building

  • Entwicklung und Moderation digitaler Plattformen
  • Aufbau und Erweiterung einer virtuellen Community

Veranstaltungen

  • Organisation von digitalen und hybriden Veranstaltungen
  • Digitalisierung der Veranstaltungsadministration

Zusammenarbeit

  • Unterstützung bei der Einführung neuer Tools
  • Tool- und Prozessoptimierung der Arbeitsweise

Wer kann sich bewerben?

Bewerben können sich gemeinnützige Organisationen, die sich einer konkreten Herausforderung des digitalen Wandels stellen wollen. Es werden sowohl rein ehrenamtlich geführte Organisationen unterstützt, als auch solche bis zu einer Größe von maximal 20 hauptamtlichen Mitarbeitenden (Vollzeitäquivalent). Darunter fallen:

  • eingetragene Vereine
  • Stiftungen bürgerlichen Rechts
  • Unternehmen (bspw. in den Rechtsformen gGmbH, gUG, gAG)
  • gemeinnützige Genossenschaften

Die antragstellenden Organisationen müssen als gemeinnützig i. S. d. §§ 51 ff. Abgabenordnung (AO) anerkannt sein.

Was sind die Auswahlkriterien?

Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt bewertet die eingegangenen Bewerbungen anhand der nachfolgenden Kriterien:

  • nachvollziehbare und überzeugende Projekt- und Wirkungslogik
  • realistische Umsetzbarkeit und Budgetplanung
  • Zielgruppenausrichtung
  • ausgeglichene Verteilung der Bundesländer
  • ausgeglichene Verteilung der Ehrenamts- und Engagementbereiche
  • Anzahl der zu erreichenden Engagierten
  • Wirkung in strukturschwachen und ländlichen Räumen

Was sind die Bestandteile des Programms?

Das Programm 100xDigital setzt sich aus drei Modulen zusammen:

Modul 1) Verstehen und Lernen: Qualifizierung zu den Grundlagen der Digitalisierung
Hier erhaltet ihr als geförderte Organisationen konkrete Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebote. Dabei durchlauft ihr ein Qualifizierungs- und Lernprogramm, das die zentralen Aspekte der Digitalisierung in gemeinnützigen Organisationen behandelt. Das Lernprogramm ist ein wesentlicher und verpflichtender Teil des Programms. Plant dafür Zeit und Ressourcen ein, wenn ihr euch entscheidet, euch für eine Förderung zu bewerben. Es besteht aus folgenden Einheiten:

  1. Strategie
  2. Kultur und Arbeitsweise
  3. Kommunikation
  4. Organisation und Prozesse
  5. Technologie und Daten

Modul 2) “Mein Digitalprojekt”: Die Umsetzungsphase
Mit den entsprechenden Grundlagen im Gepäck geht es nun an die Umsetzung des eigenen Digitalprojekts. Dabei werdet ihr, die Projektverantwortlichen, jedoch nicht allein gelassen, sondern erhaltet begleitende Fachberatungen, die euch dabei unterstützen, eine maßgeschneiderte Lösung für euer Digitalprojekt zu entwickeln, zu testen und in der eigenen Organisation einzuführen.

Modul 3) Vernetzen und voneinander lernen: Peergruppenarbeit und Community Convention

  • Peergruppen
    Als ausgewählte Organisation erhaltet ihr die Möglichkeit, euch in themenspezifischen Kleingruppen, so genannten “Peergruppen”, in welchen andere Organisationen mit ähnlichen Wünschen und Fragestellungen zusammenkommen, auszutauschen und zu vernetzen. Ihr werdet dabei von erfahrenen Communitymanagerinnen und -managern angeleitet und seid eingeladen, an regelmäßigen Peergruppentreffen teilzunehmen.
  • Community Convention
    Zum Abschluss des Förderzeitraums werden alle Vertreterinnen und Vertreter der geförderten Organisationen zur großen Community Convention eingeladen. Bei dieser bundesweiten Veranstaltung kommen alle aktuellen Beteiligten, Organisationen der vorangegangenen Jahrgänge und Expertinnen und Experten anderer Organisationen in Präsenz zusammen. Dort erhaltet ihr Einblicke in die Ergebnisse der Digitalprojekte und die Möglichkeit, euch ganz analog über eure Erfahrungen der letzten Monate auszutauschen.

Voraussetzungen

Antragsberechtigt sind gemeinnützige Organisationen, die zwei Ansprechpartnerinnen oder -partner benennen, die das Qualifizierungsprogramm durchlaufen und die Umsetzung der Projekte begleiten. Organisationen müssen in der Lage sein, einen finanziellen Eigenanteil gemäß der nachstehenden Staffelung zu erbringen:

  • Bei einer Förderung bis zu 20.000 Euro beträgt die Förderung regelmäßig bis zu 90 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben.
  •  Bei einer Förderung bis zu 100.000 Euro beträgt die Förderung regelmäßig bis zu 80 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben.

Ablauf des Programms 2022

  • 15. Februar – 14. März

    Bewerbungsphase

  • April – Mai

    Qualifizierungsphase

  • April – Juni

    Bedarfsanalysephase

  • Juni – Dezember

    Umsetzungsphase

  • März 2023

    100xDigital Community Convention

  • Ende März 2023

    Abschluss von 100xDigital

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Unterstützungsprogramm 2022

Die komplette Antragstellung erfolgt über das Förderportal der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt. Nach einer erstmaligen Registrierung könnt ihr als antragstellende Organisation zu jeder Zeit eure Informationen aktualisieren, relevante Dokumente einstellen, Förderanträge stellen, überarbeiten und mit euren Ansprechpersonen Kontakt aufnehmen. Ab wann eine Antragstellung für 2023 möglich ist, erfahrt ihr hier oder über unseren Newsletter.

Folgende Kosten werden im Unterstützungsprogramm gefördert:

  1. vorhabenbezogene Personalkosten
  2. Sachausgaben bestehend aus Hardware (insbesondere PC-Ausstattung, Smartphone, Tablet, Webcam sowie Zubehör), Software zur Verbesserung interner Prozesse sowie der Kommunikation mit Engagierten und zur Gewinnung neuer Mitglieder
  3. Honorare und Entgelte (insbesondere für Programmierung, Design und Beratung) für die beantragten Maßnahmen, die dem Ziel dienen, interne Prozesse und die Kommunikation mit Engagierten und Nutzerinnen sowie Nutzern der Angebote zu verbessern sowie neue Engagierte zu gewinnen
  4. Fach- und sachbezogene Qualifizierungs- und Beratungsleistungen für bürgerschaftlich Engagierte und Ehrenamtliche

Die bereitgestellten Fördermittel müssen bis zum Ende des Förderzeitraums verwendet werden. Nicht verwendete Fördermittel verfallen und müssen ggf. an die DSEE zurückerstattet werden. Weitere Details (auch zu nicht förderfähigen Kosten) könnt Ihr der jeweils aktuellen Förderbekanntmachung entnehmen.

Die Anträge werden schnellstmöglich nach Beendigung der Antragsfrist durch die DSEE geprüft und die Organisationen erhalten zeitnah eine Benachrichtigung über den Status ihres Antrages über das Förderportal.

Grafik mit einem Mann am Schreibtisch hinter einem Riesen-Papierstapel. Text: Wir suchen die Masse aus der Klasse. Das Programm 100xDigital. Danke für Eure Bewerbungen.

Kontakt

Sie haben Fragen zu dem Programm 100xDigital? Schreiben Sie uns am besten eine E-Mail an
hallo@d-s-e-e.de.
Wir werden uns so schnell wie möglich bei Ihnen melden.

Telefonisch erreichen Sie uns unter der folgenden Nummer.

Ansprechpartnerin

Dana Milovanovic
Referentin Digitalisierung

hallo@d-s-e-e.de

Termine und Veranstaltungen

100xDigital verbreiten? Unser Kommunikations-Paket

Sie wollen über das Förderprogramm berichten? In unserem Kommunikations-Paket finden Sie Grafiken und Texte für Ihre Newsletter und Social-Media-Kanäle.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Auf einem Blick

Das Förderprogramm 100xDigital 2021 besteht aus mehreren Maßnahmen, die Ihre Digitalkompetenz erhöhen und konkret in Anwendung bringen

  • 100 Organisationen

  • bis zu 100.000 Euro Umsetzungsbudget

  • Coaching, Beratung und Vernetzung

    Fünf virtuelle Qualifizierungsangebote, durchgeführt von Profis in fünf Themenbereichen

    3 virtuelle Workshops zum Verstehen digitaler Herausforderungen und dem Entwickeln von Lösungsansätzen

    Individuelle Beratungsgespräche und Hilfestellungen durch qualifizierte Trainer:innen

    Vernetzung und Demoday

Häufig gestellte Fragen zur Interessenbekundung 2021

Die Corona-Pandemie hat verdeutlicht, dass die bestehenden Strukturen des bürgerschaftlichen Engagements und des Ehrenamts sich zur Sicherung ihrer Zukunftsfähigkeit und Krisenfestigkeit dem digitalen Wandel aktiv stellen müssen. Dies erfordert eigene Digitalisierungskompetenz, versierte fachliche Begleitung sowie Förderung bei der Realisierung konkreter Maßnahmen. Auf diesem Wege können die Grundvoraussetzungen für digitale Teilhabe in der Zivilgesellschaft geschaffen werden.

100xDigital unterstützt gemeinnützige Organisationen in ganz Deutschland bei den Herausforderungen des digitalen Wandels. Im Programm wird Grundlagenwissen zu den Themen des digitalen Wandels vermittelt. Die individuellen digitalen Herausforderungen werden identifiziert, Lösungsansätze entwickelt und konkret umgesetzt. Das Programm zielt auf eine Vernetzung der teilnehmenden Organisationen untereinander ab.

Antragsberechtigt sind gemeinnützige Organisationen, die zwei Ansprechpartner:innen benennen, die das Qualifizierungsprogramm durchlaufen und die Umsetzung der Projekte begleiten. Organisationen müssen in der Lage sein, einen finanziellen Eigenanteil gemäß der nachstehenden Staffelung zu erbringen:

  • Bei einer Förderung bis zu 20.000 Euro beträgt die Förderung regelmäßig bis zu 90 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben.
  •  Bei einer Förderung bis zu 100.000 Euro beträgt die Förderung regelmäßig bis zu 80 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben.

Bewerben können sich gemeinnützige Organisationen, die sich einer konkreten Herausforderung des digitalen Wandels stellen wollen. Es werden sowohl rein ehrenamtliche, als auch Organisationen bis zu einer Größe von maximal 20 hauptamtlichen Mitarbeitenden unterstützt.

Gefördert werden:

  • eingetragene Vereine;
  • Stiftungen bürgerlichen Rechts;
  • Unternehmen (bspw. in den Rechtsformen gGmbH, gUG, gAG).

Die Antragstellenden müssen als gemeinnützig i. S. d. §§ 51 ff. Abgabenordnung (AO) anerkannt sein.

Das Programm 100xDigital besteht aus folgenden Modulen:

Modul 1) Verstehen und Lernen: Qualifizierung zu den Grundlagen der Digitalisierung

Im ersten Modul erhalten Organisationen geldwerte Leistungen in Form von konkreten Weiterbildungs- und Qualifizierungsangeboten. Dabei durchlaufen die ausgewählten Organisationen ein digitales Qualifizierungs- und Lernprogramm, das alle Aspekte der Digitalisierung in gemeinnützigen Organisationen behandelt.

Das Lernprogramm besteht aus folgenden Einheiten und ist für mindestens zwei Ansprechpartner:innen pro teilnehmende Organisation verpflichtend:

  1. Strategie
  2. Kultur und Arbeitsweise
  3. Kommunikation
  4. Organisation und Prozesse
  5. Technologie und Daten

Modul 2) Mein Digitalprojekt: Umsetzungsphase

Teilnehmende Organisationen erhalten Training oder Beratung, die sie dabei begleitet, eine maßgeschneiderte Lösung für ihre digitalen Herausforderungen zu entwickeln, zu testen und einzuführen. Für die Einführung der Lösungen wird ein Umsetzungsbudget bis zu 20.000 EUR und bei innovativen Modellprojekten bis zu 100.000 EUR zur Verfügung gestellt.

Modul 3) Vernetzen und voneinander lernen. Demoday und Vernetzungsveranstaltungen

Teilnehmende Organisationen präsentieren ihre Lösungen untereinander und anderen interessierten Organisationen. Peer-to-Peer-Unterstützung durch eine nachhaltige Vernetzung der 100 digitalen Vorreiterorganisationen ist ausdrücklich erwünscht.

Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt bewertet die eingegangenen Bewerbungen anhand der nachfolgenden Kriterien:

  • Nachvollziehbare und überzeugende Projekt- und Wirkungslogik;
  • Innovationscharakter der Maßnahme;
  • Zielgruppe;
  • Ausgeglichene Verteilung der Bundesländer;
  • Ausgeglichene Verteilung der Ehrenamts- und Engagementbereiche;
  • Anzahl der zu erreichenden Engagierten;
  • Wirkung in strukturschwachen und ländlichen Räumen.

Bei einer Förderung, die höher ist als 20.000 Euro, kommen zusätzlich folgende Kriterien zum Tragen:

  • Modellcharakter/ Lern- und Skalierungspotential der Maßnahme innerhalb der eigenen Organisationsstruktur;
  • Überregionale Ausstrahlung;
  • Übertragbarkeit der Ergebnisse auf andere Organisationen und Strukturen.

Häufig gestellte Fragen zum Verwendungsnachweis für geförderte Projekte 2021

Für das Förderprogramm 100xDigital gibt es einen mehrstufigen Auswahlprozess bestehend aus dem Interessenbekundungsverfahren und dem Antragsverfahren:

  1.  Interessenbekundungsverfahren
    Am 28. Juni 2021 startet das öffentliche Interessenbekundungsverfahren. Die Teilnahme ist nur digital über das Antragstool möglich. Bis zum 25. Juli 2021 können alle antragsberechtigten Organisationen ihre Interessenbekundung einreichen.
  2. Auswahlverfahren
    Im anschließenden Auswahlverfahren werden aus allen fristgerecht eingegangenen Interessenbekundungen 100 Organisationen durch die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt mit Hilfe eines transparenten Kriterienkatalogs ausgewählt. Diese Phase des Auswahlverfahrens wird voraussichtlich bis Mitte August dauern.

Für 100 Organisationen besteht die Möglichkeit, anhand der veröffentlichten Kriterien die zweite Stufe des Verfahrens zu erreichen.

Die Kriterien für die zweite Stufe des Antragsverfahrens gliedern sich in drei Schwerpunkte:

  • Die Pflichtkriterien, welche die Gemeinnützigkeit, die ehrenamtliche Struktur und die Organisationsgröße (maximal 20 hauptamtliche Mitarbeitende) sind, müssen erfüllt sein.
  • Die weitere Auswahl erfolgt auf Basis der direkten Kriterien
    • Verständlichkeit,
    • Umsetzbarkeit der Maßnahme und
    • die Entwicklungsmöglichkeit (Wachstum) der Maßnahme.
    • Weiter achtet die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt darauf, dass eine deutschlandweite Verteilung und
    • das Engagement in unterschiedlichen Themenfeldern zum Tragen kommen.
  • Bei einer Förderung von 20.000 Euro oder mehr kommen zusätzliche Kriterien betreffend des Modellcharakters, der Lern-, Entwicklungs- und Wachstumsmöglichkeiten der Maßnahme innerhalb der eigenen Organisation sowie die überregionale Ausstrahlung und Übertragbarkeit der Ergebnisse auf andere Organisationen hinzu.

Die 100 ausgesuchten Organisationen erhalten nach Aufforderung durch die DSEE die Möglichkeit, auf formalem Wege Anträge zur Förderung der Umsetzungsbudgets zu stellen.

Die 100 ausgesuchten Organisationen erhalten hierzu zur Konkretisierung ihrer Anträge im Rahmen des Programms die Möglichkeit, an Informationsworkshops teilzunehmen sowie individuelle Beratung.

Allgemeine Fragen zum Verwendungsnachweis für geförderte Projekte 2021

Der Verwendungsnachweis ist die Erfolgskontrolle für Ihr Projekt. Er ist fester, verpflichtender Bestandteil der Projektförderung. Mit ihm weisen Sie die ordnungsgemäße Verwendung der bewilligten Projektmittel nach. Der Verwendungsnachweis besteht aus einem Sachbericht und einem zahlenmäßigen Nachweis anhand einer Belegliste.

Neben den Daten Ihrer Organisation, der Bezeichnung Ihres Projektes und des Durchführungszeitraums beinhaltet der Sachbericht Angaben zu Ihren geplanten Zielen, zu den tatsächlich erreichten Zielen und den durchgeführten Maßnahmen im Projekt.
Sie haben die Möglichkeit, Abweichungen vom ursprünglichen Projektplan darzustellen. Des Weiteren stellen wir Ihnen zur Auswertung unserer Programme einige auf das jeweilige Förderprogramm zugeschnittene Fragen.

Nachweisbelege, wie zum Beispiel Rechnungen, müssen zunächst weder digital eingereicht noch postalisch an die DSEE gesendet werden. Im zahlenmäßigen Nachweis listen Sie ausgehend von den Positionen in Ihrem Kosten- und Finanzierungsplan alle Projektausgaben tabellarisch im digitalen Förderportal auf. Das Schema sieht wie folgt aus: Belegnummer, inhaltliche Bezeichnung der Rechnung, Rechnungsbetrag, Rechnungsdatum, Zahlungsempfänger, Leistungszeitraum, Auftragsdatum. Dieses Nachweisverfahren wird daher als beleglos bezeichnet.

Ab Mitte Januar 2022 ist der Verwendungsnachweis über das digitale Förderportal der DSEE möglich. Sie werden über eine Nachricht im Förderportal informiert.

Fragen zum Ablauf der Verwendungsnachweisführung für geförderte Projekte 2021

Den Verwendungsnachweis reichen Sie über das digitale Förderportal ein. Nachdem sie den Verwendungsnachweis inklusive Sachbericht und zahlenmäßigem Nachweis dort angelegt haben, reichen Sie diesen digital ein, es generiert sich ein PDF-Dokument, welches Sie rechtsverbindlich unterschrieben an die DSEE senden. Nach Bestätigung des postalischen Eingangs gilt der Verwendungsnachweis als eingereicht. Sie werden darüber über das Förderportal informiert.

In den Programmen 100xDigital, Mikroförderung, ZukunftsMUT (Handlungsfelder A und B) sowie im Programm Bildungsturbo muss der Verwendungsnachweis bis zum 30.6.2022 bei der DSEE digital eingereicht sein. In den Programmen Engagiertes Land und im Handlungsfeld C des Förderprogramms ZukunftsMUT ist die Frist zur Einreichung des Verwendungsnachweises der 30.6.2023. Nach der digitalen Einreichung muss der Verwendungsnachweis in Form des automatisch generierten PDF-Dokuments rechtsverbindlich unterzeichnet postalisch an die DSEE gesendet werden.

Der Verwendungsnachweis erfolgt im ersten Schritt beleglos. Das bedeutet, dass Sie Ihre Ausgaben in einer Tabelle im Förderportal hinterlegen, aber zunächst keinerlei Belege (Rechnungen, Honorarverträge etc.) weder im Original noch in Kopie digital hochladen oder postalisch einreichen müssen. Sie sind allerdings verpflichtet, diese Belege im Original fünf Jahre nach Einreichen des Verwendungsnachweises aufzubewahren, falls es zu einer vertieften Prüfung kommt.

Der Verwendungsnachweis erfolgt digital. Nach Einreichen des digitalen Verwendungsnachweises generiert sich ein PDF-Dokument, welches Sie rechtsverbindlich unterschrieben an die DSEE senden. Bitte reichen Sie zunächst keinerlei weitere Dokumente bei der DSEE ein.

Der Verwendungsnachweis erfolgt über das digitale Förderportal. Nach der digitalen Einreichung generiert sich ein PDF-Dokument, welches Sie rechtsverbindlich mit Originalunterschriften gezeichnet postalisch an die DSEE senden. Es ist nicht möglich, dieses Dokument mit den Unterschriften digital einzureichen.

Sie werden über eine Nachricht im digitalen Förderportal voraussichtlich Mitte Januar darüber informiert, dass der digitale Verwendungsnachweis erfolgen kann. Bitte warten Sie diese Nachricht ab und senden im Vorfeld keinerlei Dokumente zum Verwendungsnachweis an die DSEE – weder postalisch noch per E-Mail.

Die Projekte in den Programmen Engagiertes Land und im Handlungsfeld C des Förderprogramms ZukunftsMUT müssen für das Kalenderjahr 2021 zusätzlich einen zahlenmäßigen Zwischennachweis bis spätestens 30.04.2022 über das Förderportal einreichen. In diesem zahlenmäßigen Zwischennachweis listen Sie ausgehend von den Positionen in Ihrem Kosten- und Finanzierungsplan alle Projektausgaben, die im Jahr 2021 angefallen sind, tabellarisch im digitalen Förderportal auf. Auch hier sind zunächst keine Belege einzureichen.

Fragen zur Belegführung für geförderte Projekte 2021

Im zahlenmäßigen Nachweis müssen alle Ausgaben einzeln aufgeführt werden.

Sie können auch Ihre eigenen Belegnummern verwenden. Wichtig ist, dass die angegebene Belegnummer mit der Belegnummer in Ihren Unterlagen übereinstimmt.

Bitte erfassen Sie jede Position einzeln.

Die Förderprogramme Bildungsturbo, 100xDigital, Engagiertes Land und das Handlungsfeld C im Programm ZukunftsMUT beinhalten eine Verwaltungskostenpauschale. Die Verwaltungskostenpauschale in diesen Programmen dient der Reduzierung ihres Verwaltungsaufwandes. Die Pauschale errechnet sich aus ihren direkten, förderfähigen Projektausgaben als prozentualer Anteil. Die Verwaltungskostenpauschale müssen Sie als Gesamtsumme angeben, es ist nicht notwendig, diese Pauschale mit Belegen nachzuweisen.

Bitte ordnen Sie die Belege entsprechend der Reihenfolge der im Antrag geplanten Ausgaben in Ihrem Finanzierungsplan zu.

Alle entstandenen Ausgaben müssen über ordentliche Rechnungen nachgewiesen werden, ein Honorarvertrag ist als Beleg allein nicht ausreichend.

Originalbelege müssen Sie mindestens fünf Jahre nach Einreichung des Verwendungsnachweises aufbewahren. Für den Fall, dass es zu einer vertieften Prüfung Ihres Verwendungsnachweises kommt, müssen Sie die Belege vorlegen können.

Sie listen im Verwendungsnachweis alle projektbezogenen Ausgaben aus. Das sind die zuwendungsfähigen Gesamtausgaben. Die Fördersumme errechnet sich daraus anteilig. Die Differenz zwischen Gesamtausgaben und Fördersumme ist Ihr Eigenanteil. Sie haben ihn somit indirekt mit der Auflistung der Gesamtausgaben bereits nachgewiesen.

Bitte erfassen Sie im Verwendungsnachweis alle Ausgaben, die im Projekt angefallen sind. Wir prüfen, welche der Ausgaben davon zuwendungsfähig sind. Sollte die Summe der theoretisch zuwendungsfähigen Ausgaben über der Bewilligungssumme liegen, kann nur die Zuwendungssumme anerkannt werden, die laut Zuwendungsbescheid maximal bewilligt wurde.

Teil unserer Förderbedingungen sind die Allgemeinen Nebenbestimmungen für Zuwendungen zur Projektförderung (ANBest-P). Diese regeln eine Verwendung der Projektmittel unter anderem wie folgt: Die Einzelansätze dürfen um bis zu 20 Prozent überschritten werden, soweit die Überschreitung durch entsprechende Einsparungen bei anderen Einzelansätzen ausgeglichen werden kann. Mit “Einzelansatz” sind hier die Positionen “Sachausgaben”, “Honorarausgaben” und, “Personalausgaben” gemeint. Diese können also um bis zu 20 Prozent überschritten werden, wenn die Mehrausgaben in anderen Positionen eingespart werden.

Fragen zur Prüfung des Verwendungsnachweises und Rückzahlung von Fördermitteln für geförderte Projekte 2021

Nach Prüfung des Verwendungsnachweises durch die DSEE wird ein Schlussbescheid erstellt und Ihnen zugestellt. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass es wegen der Vielzahl der geförderten Projekte mehrere Monate nach Eingang ihres Verwendungsnachweises dauern wird, bis Sie diesen Bescheid erhalten.

Nicht verwendete Mittel bitten wir Sie unverzüglich auf das in Ihrem Zuwendungsbescheid angegebene Bankkonto an die DSEE zurückzuüberweisen. Sollte nach Prüfung Ihres Verwendungsnachweises auffallen, dass Sie zu viel oder zu wenig Mittel an die DSEE zurücküberwiesen haben, kommen wir auf Sie zu.