Warum wir freie Software bevorzugen

Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) wurde gegründet, um Engagierte und Ehrenamtliche zu unterstützen. Sie soll zudem Innovationen im bürgerschaftlichen Engagement und Ehrenamt und dabei schwerpunktmäßig im Bereich der Digitalisierung fördern.

Im Bereich Software setzen wir dabei vor allem auf Softwarelösungen, deren Quellcode der Öffentlichkeit zur Verfügung steht. Getreu nach dem Motto „Public Money – Public Code“ sind wir der Überzeugung, dass Software, die mit öffentlichen Mitteln (Public Money) gefördert wurde, der Öffentlichkeit als digitales Allgemeingut (Public Code) zur Verfügung gestellt werden sollte.

Insbesondere seit der Corona-Pandemie wurden digitale Prozesse in Organisationen und der Zivilgesellschaft enorm beschleunigt. Dies führte auch zu einem anderen Bewusstsein hinsichtlich der Auswahl geeigneter Technologien. Fragestellungen rund um Datenschutz, sicheres Hosting – dem Bereitstellen von Speicherplatz im Internet -, Verschlüsselung, aber auch rund um die Frage, welche Werte Anbieter von Software vertreten, sind keine Nischenthemen mehr, sondern werden in der ganzen Breite der Zivilgesellschaft diskutiert. Dies zeigte sich auch deutlich auf unserem Barcamp OpenSource x Engagement, das auf großes Interesse gestoßen ist.

Wir als DSEE sehen eine große Überschneidung der Werte, die uns aus den Bereichen des Engagements, der Organisationen und der Open Source Community gespiegelt werden. Hier wollen wir mit Informationen, Vernetzung und Unterstützung ansetzen.

Wie freie Software zu mehr Sicherheit beiträgt

Wird eine Software unter einer Freie-Software- und Open-Source-Lizenz veröffentlicht, ist der Quellcode vollständig einsehbar. Dadurch entsteht nicht nur Transparenz, sondern auch eine Nachprüfbarkeit auf Schwachstellen und Sicherheitsrisiken, da diese für alle sichtbar sind. Gemäß dem Prinzip der „Weisheit der Vielen“ von Linus Torvald, dem Erfinder des Open-Source-Betriebssystems Linux, bedeutet dies mehr Tests und eine stabilere Software durch häufigere Fehlerbehebung.

Wie freie Software dabei hilft, Kosten zu minimieren

Der Vertrieb von proprietärer Software, also einer Software, deren Verwendung und Weitergabe durch den Anbieter stark eingeschränkt ist, geht häufig mit Betriebskosten in Form von Lizenzkosten einher, die die Nutzer:innen nicht beeinflussen können.

Freie Software wirkt dem entgegen. Die Einführung von Open-Source-Lösungen verlagert Kosten von Betriebskosten hin zu Investitionskosten für Anpassungen und Implementierungen. Hierdurch werden häufig regionale Entwickler:innen – die mit der Anpassung und Implementierung beauftragt werden – gestärkt, während deren Arbeit dank des offenen Quellcodes dann wieder der Allgemeinheit zugute kommt.

Wie freie Software Innovation fördert

Freie Software kann einfach und schnell angepasst werden und ist durch ihren frei verfügbaren Quellcode besonders offen für Innovationen. Während proprietäre Softwarelösungen häufig auf einen bestimmten Anwendungsfall beschränkt sind, lädt das Experimentieren mit Open Source-Software gerade dazu ein, verschiedene Software-Komponenten miteinander zu kombinieren, um optimal angepasste Lösungen zu finden.

Da Open-Source-Software in den allermeisten Fällen kostenlos zur Verfügung gestellt wird, ist es zudem deutlich einfacher, verschiedene Lösungen auszuprobieren, um die passende Technologie für das eigene Projekt zu finden. Open Source-Software ist damit ein idealer Wegbereiter für Innovationen. Sie verhindert darüber hinaus Dopplungen, wo es schon technische Lösungen gibt.

Open Source und Ehrenamt

Ansprechpartner

Philipp Berg
Referent für Digitalisierung in der Organisationsentwicklung

03981 4569-662

philipp.berg@d-s-s-e.de