Digitale Version eines bewährten Programms

JOBLINGE engagiert sich bundesweit für Chancen- und Bildungsgerechtigkeit. Dabei geht es uns vor allem um die erste Integration in den Arbeitsmarkt. Wir kümmern uns um Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren, an mehr als 30 Standorten in Deutschland.

Bei unserer Gründung vor zwölf Jahren haben die Initiator:innen der Boston Consulting Group und der Eberhard von Kuenheim Stiftung der BMW AG mit den unterschiedlichen Akteur:innen aus Unternehmen, öffentlicher Hand, den Berufsschulen und insbesondere den Jugendlichen zusammengearbeitet, um die Zielgruppe und den speziellen Bedarf genau zu verstehen. Darauf aufbauend haben wir ein sechsmonatiges Programm entwickelt, das Berufsorientierung mit dem Ausbau von sozialen Kompetenzen und praktischen Fähigkeiten verbindet. Dabei arbeiten wir eng mit unterschiedlichen Unternehmen, den Jobcentern und der Bundesagentur für Arbeit zusammen.

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Corona hat und vor die Wahl gestellt: Entweder an unseren Teilnehmenden dran bleiben und quasi über Nacht das Programm und unsere Arbeit auf digitale Füße stellen – oder die Jugendlichen in der Krise allein lassen. Wir haben uns für Ersteres entschieden und das hat uns in Sachen Digitalisierung einen ordentlichen Schwung verpasst. Den haben wir gut genutzt und konnten das nicht zuletzt wegen des großartigen Supports vieler Unterstützer:innen und Partner und einer unglaublichen Team-Leistung umsetzen. Dafür sind wir sehr dankbar. Gerade in dieser herausfordernden Zeit ist es wichtig, dass Akteure aus allen Bereichen – Gesellschaft, Unternehmen und Staat – zusammenarbeiten: für bessere Perspektiven junger Frauen und Männer!

Wir sind sehr erfolgreich mit dem, was wir tun

Das Programm startet mit einem Motivationscheck – einer ehrenamtlichen Projektarbeit, in dessen Rahmen die Jugendlichen ihre Motivation zeigen und beweisen sollen, dass sie wirklich am Programm teilnehmen möchten. In München findet das zum Beispiel im Tierpark Hellabrunn statt, wo unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer an zwei Tagen tatkräftig mithelfen. Nach dieser ersten Motivationshürde folgen die Orientierungs- und Praxisphase.

Wir sind sehr erfolgreich mit dem, was wir tun: 75 Prozent unserer Teilnehmerinnen und Teilnehmer finden einen Ausbildungsplatz oder eine Anstellung, nachdem sie unser Programm durchlaufen haben. Trotzdem möchten wir natürlich immer noch besser werden. Wir stellen uns deshalb ständig Fragen wie „Wie sieht die Arbeitswelt von morgen aus“, „Wie können wir noch mehr Jugendliche erreichen?“ und „Wir können wir noch mehr Wirkung erzielen?“. Digitalisierung spielt dabei eine wichtige Rolle.

Jugendliche in dieser schwierigen Zeit nicht allein lassen

Corona hat vor allem für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Standorten viel verändert. Sie arbeiten normalerweise persönlich mit Gruppen von Jugendlichen und besuchen häufig die Unternehmen, mit denen wir kooperieren. Von einem Tag auf den anderen war das nicht mehr möglich. Das war eine riesige Herausforderung. Aber wir haben uns als Team schnell dazu entschieden, gerade wegen Corona weiterzumachen und die Jugendlichen in dieser schwierigen Phase nicht allein lassen. Wir haben deshalb eine digitale Version unseres bewährten Programms aufgesetzt. Das war am Anfang sehr herausfordernd, aber wir haben es geschafft! Von den Jugendlichen, die wir 2020 betreuen durften, haben 78 Prozent einen Ausbildungsplatz gefunden. Darauf sind wir sehr stolz.

Ein großer Schritt in Sachen Digitalisierung

Die Förderung durch die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt kam zum richtigen Zeitpunkt. Dank ihr konnten wir unter anderem unser Team und unsere ehrenamtlichen Mentorinnen und Mentoren – ohne die unsere Arbeit nicht möglich wäre – mit der nötigen Technik ausstatten. Wir haben in mobile Arbeitsgeräte investiert und in Video- und Lichttechnik, die uns dabei hilft, professionelle Videokonferenzen durchzuführen. Außerdem können wir jetzt auch digitale Trainings für unsere ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer produzieren.

In Sachen Digitalisierung hat uns das noch mal einen großen Schritt weitergebracht und uns dabei geholfen, uns noch professioneller aufzustellen. So schwierig die Situation im vergangenen Jahr erst einmal war, im Nachhinein hat sie sich definitiv als Schub in die richtige Richtung herausgestellt. Als Initiative, die Jugendlichen den Arbeitsmarkt näherbringen möchte, muss man schließlich auch selbst leben, was man predigt.

JOBLINGE

Lina Peters, Marketing und Partnerbindung

lina.peters@joblinge.de
www.joblinge.de