Neustrelitz: Eine “Engagierte Stadt”

Bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt sind in Neustrelitz allgegenwärtig. Nicht nur, weil dort im Sommer 2020 die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt ihre Arbeit aufgenommen hat. Vielmehr sind es die Neustrelitzer:innen selbst, die engagiert bei der Sache sind und sich auf vielfältige Weise für ihr Gemeinwesen einsetzen. Ob zum Erhalt der Domjüch, im Feuerwehrverein oder beim Verein des Landeszentrums für erneuerbare Energien. 

Im Netzwerk “Engagierte Stadt” …

Seit diesem Mai ist die ehemalige Residenzstadt im Herzen der Mecklenburgischen Seenplatte neben 28 weiteren neu hinzugekommenen Städten Teil des bundesweiten  Netzwerks „Engagierte Stadt“. Mit den neuen Partnern sind damit bereits über 100 Städte Teil des Netzwerks.

Das Programm “Engagierte Stadt” unterstützt den Aufbau bleibender Engagementlandschaften in Städten und Gemeinden in Deutschland und fördert Kooperationen untereinander. Es begleitet Menschen und Organisationen vor Ort auf ihrem gemeinsamen Weg zu starken Verantwortungsgemeinschaften.

… entstehen die besten Ideen im Austausch

Seit 2015 hat das wachsende Netzwerk zahlreiche Erfahrungen gesammelt, wie Zivilgesellschaft, kommunale Verwaltung und Wirtschaft vor Ort gemeinsam lokale Engagementnetzwerke entwickeln können. Die Themen, denen sich die Netzwerke vor Ort widmen, reichen von Integration über Quartiersentwicklung bis hin zu Bürgerbeteiligung. 

Von diesen Erfahrungen profitieren Städte wie Neustrelitz, die dem Netzwerk nun beitreten. Dabei können sie nicht nur auf viele der ganz praktischen Instrumente zurückgreifen, wie sie zum Beispiel im Handbuch Engagierte Stadt zusammengefasst sind. Sie erhalten auch eine professionelle Prozessberatung bei der Entwicklung Ihrer Strategien und Netzwerke vor Ort. Aber vor allem: Der regelmäßige Austausch zwischen den Städten ist – ebenso wie das gemeinsame Wirken innerhalb der Netzwerke vor Ort – für die Beteiligten sehr wertvoll. 

Denn im Austausch entstehen die besten Ideen und man kann gemeinsam lernen. Nicht zuletzt entsteht so ein gemeinsames Selbstverständnis und eine echte Gemeinschaft.  Gewissermaßen eine Bewegung fürs Engagement. 

Seit 2015 fördert das Netzwerkprogramm “Engagierte Stadt” den Aufbau bleibender Engagementlandschaften in ausgewählten Städten und Gemeinden Deutschlands. Seitdem sind belastbare und gut aufgestellte Netzwerke in den beteiligten Städten entstanden. Engagierte Städte profitieren vom Austausch erprobter Praxislösungen und der Vielfalt lokaler Konzepte. Sie sind Teil eines Netzwerks, das gelungene Praxis vor Ort sichtbar macht und mit starken Partner:innen bürgerschaftliches Engagement auf allen Ebenen stärkt. Die Bedingungen für bürgerschaftliches Engagement und Beteiligung vor Ort haben sich nachweislich verbessert. Seit 2020 öffnet sich das Netzwerkprogramm für neue Städte und Partnerschaften.

Das Programm wird durch ein Konsortium auf der Bundesebene getragen, dem das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), die Bertelsmann Stiftung, die Breuninger Stiftung, das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement, die Joachim Herz Stiftung, die Körber-Stiftung und die Robert Bosch Stiftung angehören.

Weitere Partner:innen des Netzwerkprogramms „Engagierte Stadt“ sind die Auridis Stiftung, der Deutsche Städte- und Gemeindebund, der Deutsche Städtetag, die Metropolregion Rhein-Necker, die beiden Bundesländer Hessen und Land Rheinland-Pfalz sowie die Stiftung Deutscher Verein.

Vom 13. Januar bis zum 10. März 2021 waren Städte, Gemeinden und Stadtteile eingeladen, sich zu bewerben und dem Netzwerk anzuschließen. Insgesamt sind 49 Bewerbungen aus allen Ecken Deutschlands eingegangen. Eine Jury wählte 29 Bewerbungen aus, die nun als neue Engagierte Städte aufgenommen werden. Das Netzwerk wächst somit erstmals auf 100 Engagierte Städte in Deutschland an. Sie bekennen sich zur sektorenübergreifenden Zusammenarbeit auf Augenhöhe und zu einem gemeinsam entwickelten Selbstverständnis, das für die Haltung steht, mit der alle Beteiligten das Netzwerk lebendig gestalten. Dabei haben sie den Aufbau und die Weiterentwicklung von nachhaltigen Engagementstrukturen zum Ziel. In neuen Kooperationsformen arbeiten Engagierte Städte daran, dass sich immer mehr Bürger:innen aktiv einbringen und Zivilgesellschaft, öffentliche Hand und Wirtschaft die gesellschaftlichen Herausforderungen und Fragen vor Ort gemeinsam angehen.

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