Themenschwerpunkt Engagement-fördernde Infrastruktureinrichtungen

In diesem Themenschwerpunkt werden Forschungsvorhaben gefördert, die die Bedeutung und das Agieren von Engagement-fördernden Infrastrukturen in verschiedenen Kontexten, wie beispielsweise bei der Förderung, Vermittlung oder Ermöglichung von Engagement untersuchen.
Allgemeine Informationen zu Forschung und Wissenstransfer der DSEE finden Sie unter diesem Link.

  • April 2022 – März 2023

  • In diesem Projekt wird untersucht, wie Einrichtungen der Ehrenamts-Infrastruktur im Land Brandenburg kooperieren, ob ihre Strategien und Angebote die Bedarfe ihrer Adressaten treffen und welche Erwartungen es bei den Engagierten an Einrichtungen der Ehrenamts-Infrastruktur gibt. Dafür werden drei quantitative Online-Umfragen eingesetzt: bei kommunalen Verwaltungen, Einrichtungen der Ehrenamts-Infrastruktur (z.B. Freiwilligen-Agenturen und Organisationen/Initiativen auf kommunaler Ebene (z.B. Vereinsvorsitzende).

  • Der Zusammenhang zwischen den Ergebnissen aus den drei Gruppen wird auf Ebene des Landes und der Kommunen überprüft. Die Resultate tragen zur Verbesserung der regionalen Kooperation, Weiterentwicklung der kommunalen und landesweiten Strategien und Beförderung von regionalen oder kommunalen Diskursen bei. 

  • Die geschaffene Transparenz kann zur besseren Kalibrierung der regionalen Ehrenamts-Kooperation, zur Weiterentwicklung der kommunalen und landesweiten Ehrenamts-Strategien und zur Beförderung von regionalen oder kommunalen Diskursen beitragen.

Forschung: Infrastruktur-fördernde Engagementstrukturen

ANSPRECHPARTNERIN

Dr. Vivian Schachler
Forschung und Wissenstransfer

Anfragen bitte möglichst per E-Mail,
telefonisch erreichbar Mo – Do.

03981-4569-666

vivian.schachler@d-s-e-e.de

Wer kümmert sich um das Ehrenamt? Pilotprojekt Freiwilligenmanagement

# Freiwilligenmanagement, #Pilotstudie, #Freiwilligenkoordination
Technische Hochschule Nürnberg

Enya Buchner, M.A. & Prof. Dr. Doris Rosenkranz
Zukunftsstiftung Ehrenamt Bayern
Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für das Ehrenamt

  • April 2022 – März 2023

  • In einer umfassenden Situationsanalyse werden in der multimethodischen Pilotstudie bundesweit Verantwortliche für Freiwilligenmanagement quantitativ befragt. Mittels multivariater Analysen wird eine erste Typologie zentraler Indikatoren generiert. Konkrete, validierte Handlungsempfehlungen leiten sich ab, die als anwendungsorientierter Input für die Diskussion mit der Zielgruppe sowie Stakeholdern in u.a. Kommunen zur Verfügung stehen.

  • Verantwortliche für Engagement gibt es bundesweit in jedem Feld des Engagements. Doch bereits im „Wording“ für diese Funktionen zeigt sich eine große Heterogenität. Die These: Nach Organisation, Rahmenbedingen oder Engagementfeld unterscheiden sich Bezeichnungen, beruflichen Settings, Zugangswege, Aufgabenbereiche und Qualifikationen dieser Verantwortlichen für „Freiwilligenmanagement“. Die Pilotstudie generiert hierzu Erkenntnisse. 

  • In der Praxis engagementfördernder Strukturen leisten „Verantwortliche für Engagement“ in Kommunen, Vereinen und Verbänden einen wichtigen Beitrag zum Gelingen des Engagements. In der bisherigen Forschung wurde deren berufliches Setting jedoch kaum beleuchtet. Das Pilotprojekt wird hier erste valide Erkenntnisse bringen.

Corporate Volunteering (CV) als Gewinn für NPOs, Corporate Volunteers, Unternehmen und unsere Gesellschaft: Einfluss und Rolle von Engagement-fördernden Infrastruktureinrichtungen (EFIs)

#CorporateVolunteering, #Impact, #SDG17:PartnershipsForSuccess
Technische Hochschule Nürnberg

Universität Mannheim, Theresa Fricke, M.Sc.

Zukunft Metropolregion Rhein Neckar e.V.

  • April 2022 – März 2023

  • In diesem Forschungsprojekt wird die Mittlerrolle von EFIs in der Bildung von CV-Partnerschaften untersucht. Mit der Erforschung möglicher Rahmenbedingungen wird dazu beigetragen, dass CV Programme ein win-win-win-win für NPOs, Unternehmen, Corporate Volunteers und die Gesellschaft werden. Das langfristige Ziel dieses Forschungsvorhabens ist es, die Freiwilligenarbeit für die Zukunft auszugestalten und NPOs mit den bestmöglichen Ressourcen zu versorgen, um den gesellschaftlichen Impact zu steigern.

  • Es wird erwartet, dass die Einbeziehung von EFIs in die Bildung von CV-Partnerschaften zwischen Unternehmen und NPOs zu höheren Erfolgen und Wirkung für NPOs, Corporate Volunteers, Unternehmen und letztlich der Gesellschaft führen und so die Partnerschaftsbildung positiv beeinflussen. Unklar ist noch, was genau durch EFIs besser gelingt und welche Rahmenbedingungen auf Seiten der EFIs, Unternehmen und NPOs unbedingt erfüllt sein müssen, um positiven Impact zu generieren.

  • Für NPOs, Unternehmen und die Politik beinhaltet dieses Vorhaben wichtige Erkenntnisse darüber, wie CV gestaltet werden kann, um maximalen gesellschaftlichen Impact zu generieren. Es liefert evidenzbasierte Empfehlungen und könnte den Rückgang von Volunteers innerhalb der Covid-Jahre ausgleichen.

Engagement-fördernde Infrastrukturen für Bürgergenossenschaften

#bürgergenossenschaften, #gemeinwesen, #sozialeteilhabe
Institut für Genossenschaftswesen e.V. /Humboldt Universität zu Berlin, Dr. Marleen Thürling
innova eG
Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft e.V. (IDZ)

  • Oktober 2022 – März 2023

  • Das Forschungsvorhaben vernetzt Engagement-fördernde Infrastrukturen stärker mit Bürgergenossenschaften. Dafür untersuchen wir, welche Unterstützungsangebote bei der Gründung und Organisationsentwicklung von Bürgergenossenschaften bekannt und genutzt wurden, und welche Bedarfe zur Förderung es gibt. Dafür werden neugegründete Bürgergenossenschaften in Deutschland (Online-Survey) befragt und Interviews mit Engagement-fördernde Infrastrukturen in vier Regionen geführt.

  • Das Forschungsvorhaben liefert Erkenntnisse zu möglichen Unterstützungsangeboten für Bürgergenossenschaften sowie zu Potentialen für weitere Fördermaßnahmen durch Engagement-fördernde Infrastrukturen. Er möchte zeigen, welchen Einfluss die vorhandenen Unterstützungsangebote auf Ebene der Kommunen und Länder auf die Gründung und Entwicklung von Bürgergenossenschaften haben. Ein Transfer-Workshop und Praxisleitfaden führt die Erkenntnisse für Engagement-Fördernde Infrastrukturen zusammen.

  • Bürgergenossenschaften werden als neue Organisationsform für bürgerschaftliches Engagement stärker sichtbar und mit Engagement-Infrastrukturen vernetzt, die ihre Angebote und Maßnahmen stärker auf diese Zielgruppe ausrichten und so den Zugang für Engagierte zu Förderstrukturen verbessern können.

Fit für die Zukunft? Bedingungen und Wirkungen Engagement-fördernder Infrastrukturen in kleinen Kommunen des ländlichen Raums im Kontext gesellschaftlicher Transformation

#ländlicher Raum, #Engagementförderung, #Transformationsprozesse
Institut für angewandte Sozialwissenschaften Stuttgart
Sulamith Hamra & Paul-Stefan Roß

  • April 2022 – März 2023

  • Lebendiges Engagement bzw. eine lebendige Zivilgesellschaft fördern den Zusammenhalt und die „gesellschaftliche Transformationsfähigkeit“ gerade von Kommunen im ländlichen Raum. Um jedoch Wirkung entfalten zu können benötigt Engagement eine stärkende Infrastruktur. Dieses Forschungsprojekt geht der Frage nach, welche Infrastruktur unter welchen Bedingungen tatsächlich in der Lage ist, Engagement so zu unterstützen, dass es zur Bewältigung aktueller gesellschaftliche Transformationsprozesse beiträgt.

  • Anhand der Untersuchung von sechs ländlichen Kommunen in Baden-Württemberg werden Erkenntnisse über Bedingungen, Erfordernisse und die Wirksamkeit Engagement-fördernder Infrastrukturen erwartet. Dies soll es ermöglichen, erfolgreiche Modelle und Infrastrukturen der Engagementförderung in ländlichen Kommunen zu identifizieren, um die daraus abgeleiteten Erkenntnisse für andere Kommunen des ländlichen Raums und eine Weiterentwicklung Engagement-fördernder Infrastrukturen nutzbar zu machen.

  • Trotz guter Ausgangsbedingungen müssen ländliche Kommunen in Baden-Württemberg im Rahmen begrenzter Ressourcen Modelle entwickeln, die sich den Bedingungen vor Ort anpassen. Die Forschungserkenntnisse werden darum auch für die Übertragung in Regionen mit anderen Ausgangsbedingungen von Nutzen sein.